DR5000 Protokoll Topic is solved

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ulf325
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DR5000 Protokoll

Post by ulf325 » 03.02.2019, 12:45

Hallo Forum,

ich fahre jetzt mit der DR5000 als Zentrale, meine z21 dient nur noch zum Rückmelden.
Bequemerweise habe ich das Z21 Protokoll aktiviert, das funktioniert ja auch prima.
Allerdings sagt selbst Digikeijs das Protokoll wäre nicht 100% zuverlässig.

Ich habe auch einmal Loconet/LN-TCP ausprobiert.
Fahren funktioniert auch, nur beim Schalten von Weichen gibt es einen Versatz: Statt Weiche 38 meldet Rocrail, Weiche 19 zu schalten, schaltet aber tatsächlich noch eine ganz andere Weiche (ich denke es war die 23). Hat jemand dieses Protokoll funktionierend hinbekommen ?

BR615
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Re: DR5000 Protokoll

Post by BR615 » 03.02.2019, 14:50

Das liegt daran, dass Roco sich nicht an die Vorgaben von Lenz hält mit der Begründung, dass die XPRESSNET Bus Logik nicht hundert Prozent definiert wurde. Roco zählt erst ab 4 los, Lenz schon ab 0. Deswegen wird aus der Weiche 19 die Weiche 23. Das Problem löst man in der DR5000 mittels der Steuerungssoftware unter R-Bus auf. Dort wird ein Haken gesetzt, dann funktioniert der Z21/(WLAN)-Multimaus Modus richtig. Außerdem muss noch die Weichenpolarisation bei Multimauseinsatz umgekehrt werden. Desweiteren muß unbedingt die Rückmeldemodulauswertungslogik ebenfalls umgestellt werden. Man sollte wenn eine z21/Z21 im Einsatz ist in der z21/Z21 über das Maintenance Tool den Versatz ebenfalls aufheben. Siehe in's Handbuch zur Zentrale.

Lenz zählt Weichen- und Schaltdecoderausgänge von 0 bis 511 durchgehend hoch, alle Rückmeldekanäle durchgehend von 512 bis 1023. Roco dagegn zählt, sowohl Weichendecoder als auch Rückmelder immer paarweise von 4 bis 64 hoch. Damit es keinen Salat gibt addiert das Roco Protokoll immer die Zahl 64 zum Rückmelderkanal. In der DR5000 muss man daher den 64er Xpressnet Versatz auf 0 setzen. Sowohl Roco als auch Lenz können nur 1024 Kanäle / Ports insgesamt abarbeiten.

Loconet zählt übrigens von 0 bis 2048 durch. Also kann mehr Ports / Kanäle abarbeiten. Beides zu mischen geht wohl, dann aber gewusst wie und nicht wirklich zielführend.

Solange Du eine z21 einsetzt, muß auch deine DR5000 im Z21 Modus laufen. Somit auch Rocrail entsprechend die Zentralen (bei dir sind es 2!) hinterlegen. Um nun Prioritäten zu setzen, muss eine MAster und eine Slave sein. Master wird die DR5000, Slave die z21 denke ich mal, so wie Du das beschreibst.

Ich würde die z21 über Bord werfen und die Rückmelder an die DR5000 anbinden. Der Bus ist absolut der gleiche! Die eigenen Macken zu Beginn hat Digikeijs längst behoben.

Grüße.

Frank

ulf325
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Re: DR5000 Protokoll

Post by ulf325 » 03.02.2019, 18:27

Hallo Frank,

danke für die ausführliche Antwort !

Den Weichenversatz hatte ich in der z21 schon auf Null, in der DR5000 ebenfalls. Ich denke das ist die Standardkonfiguration ?

Zwei Zentralen habe ich definiert, beide per LAN. Die Xpressnet-Module beginnen, nach Herstellerempfehlerung, bei 512. Ich habe über die DR5000 aber überhaupt keine Art von Rückmeldung hin bekommen, nicht mal falsche Adressen oder so. Einfach gar keine.

Die Blücher-Rückmelder kann man von Xpressnet auf Loconet umbauen. Zum Glück. Das probiere ich jetzt mal als nächstes aus. Dauerhaften Betrieb mit zwei Zentralen habe ich ja auch nicht vor. Wenn das mit Loconet funktioniert bleibe ich bei der DR5000 oder nehme die schwarze Z21.

BR615
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Re: DR5000 Protokoll

Post by BR615 » 03.02.2019, 21:15

Nein, Standardkonfiguration laut Roco bei z21/Z21 Zentralen ist Alles um 4 versetzt, damit es zur Multimaus paßt, die man nicht umschalten kann. Man muß als Alternative alles neu zurück programmieren, oder hier wohl umgekehrt die "Null" abschalten. Dann stimmt es wieder mit Rocrail. Die Rückmelderlogik die Du da anwendest ist für z21/Z21 und DR5000 im Z21 Modus falsch!
Nochmals: Roco verwendet KEINE Xpressnet Logik! Also muß auch Rocrail angepasst werden! Man benötigt kein Loconet, man muß nur umlernen. Bei den Blücher RM sind noch so ein paar Sachen extra zu beachten. Siehe bitte das umfassende Rocrail WIKI dazu!

ulf325
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Re: DR5000 Protokoll

Post by ulf325 » 04.02.2019, 18:15

Hallo Frank,

der Weichenversatz ist klar. Das wäre ja kein (großer) Beinbruch.

Ansonsten verstehe ich Wesentlichen nur Bahnhof.
Wenn ich Weiche Adresse 38 betätige, warum wird Weiche 19(+4) geschaltet ? Daß es verschiedene Adressierungsdmethoden gibt habe ich ja gefunden, aber keine Möglichkeit das irgendwo einzustellen.

Abgesehen davon komme ich mit der DR5000 eh nicht weiter, da ich immer noch keinen Weg gefunden habe die Blücher-Xpressnet Module irgendwie auszuwerten.

BR615
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Re: DR5000 Protokoll

Post by BR615 » 04.02.2019, 18:51

Tja, da kann ich nun auch nicht weiter helfen. Nochmal andere Leute kontaktieren. lg.

vikr
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Re: DR5000 Protokoll

Post by vikr » 05.02.2019, 00:05

Hallo Ulf,
ulf325 wrote:
04.02.2019, 18:15
Daß es verschiedene Adressierungsdmethoden gibt habe ich ja gefunden, aber keine Möglichkeit das irgendwo einzustellen.
.
Es gibt bei der DR5000 die Möglichkeit auch über den S88-N Schaltbefehle abzusetzen.
Kontrolliere bitte sicherheitshalber mal, ob diese Option auch wirklich ausgeschaltet ist.

MfG

vik

ulf325
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Re: DR5000 Protokoll

Post by ulf325 » 05.02.2019, 19:33

Hallo Forum,

erst einmal: S88 hatte ich ausgeschaltet.
Wobei mir unangenhem aufgefallen ist: Digikeijs scheint unter "Werksreset" etwas ganz spezielles zu vestehen. Sämtliche Anschlußparameter weerden jedenfalls nicht zurückgesetzt ...

Heute kam von Herrn Blücher das Loconet-Modul. Und hat auf Anhieb funktioniert. Nun baue ich die beiden anderen GBM auch um, dann sehe ich auch ob die Railcom-Meldungen richtig sind.

vikr
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Re: DR5000 Protokoll

Post by vikr » 18.02.2019, 00:59

Hallo Ulf,
ulf325 wrote:
05.02.2019, 19:33
Digikeijs scheint unter "Werksreset" etwas ganz spezielles zu vestehen. Sämtliche Anschlußparameter weerden jedenfalls nicht zurückgesetzt ...
Ja, es gibt zumindest mehrere Teilresets. Ich habe auch den Eindruck, dass es beim Setzen von Parametern auf einer Karteikarte Seiteneffekte in Parametetn anderen Menus gibt.
ulf325 wrote:
05.02.2019, 19:33
Heute von Herrn Blücher das Loconet-Modul. Und hat auf Anhieb funktioniert. Nun baue ich die beiden anderen GBM auch um, dann sehe ich auch ob die Railcom-Meldungen richtig sind.
Die Blücherprodukte sind wirklich alle sehr gut, aber haben auch ihren Preis!
Gibt es schon neue Erkenntnisse?

MfG

vik

ulf325
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Re: DR5000 Protokoll

Post by ulf325 » 19.02.2019, 19:41

vikr wrote:
18.02.2019, 00:59
Die Blücherprodukte sind wirklich alle sehr gut, aber haben auch ihren Preis!
Gibt es schon neue Erkenntnisse?

MfG

vik
ja, zwei

Erstens: die Railcom Erkennung funktioniert mit der DR 5000 definitiv schlechter als mit der z21. Ich habe oft Sturzbachähnliche Meldungen "Adresse paßt nicht" (Decoder adress do not fit; oder so)

Zweitens: wenn mal ein Kurzschluß passiert schmiert oft der Loconet-Bus der DR 5000 ab. Nach wieder Einschalten funktionieren keine Rückmeldungen mehr. Hier hilft allerdings ein Rocrail Neustart.

vikr
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Re: DR5000 Protokoll

Post by vikr » 20.02.2019, 20:40

ulf325 wrote:
19.02.2019, 19:41
Erstens: die Railcom Erkennung funktioniert mit der DR 5000 definitiv schlechter als mit der z21. Ich habe oft Sturzbachähnliche Meldungen "Adresse paßt nicht" (Decoder adress do not fit; oder so)

Zweitens: wenn mal ein Kurzschluß passiert schmiert oft der Loconet-Bus der DR 5000 ab. Nach wieder Einschalten funktionieren keine Rückmeldungen mehr.
Sicherheitshalber nachgefragt:
Du vergleichst jetzt:
Z21 in Zusammenarbeit mit DR5088RC vs. DR5000 in Zusammenarbeit mit DR5088RC beides an Rocrail?
Oder:
Z21 in Zusammenarbeit mit GBM16XN vs DR5000 in Zusammenarbeit mit GBM16XN beides an Rocrail?
Aber nicht:
Z21 in Zusammenarbeit mit 10808 vs. DR5000 in Zusammenarbeit mit DR5088RC beides an Rocrail?
MfG

vik

ulf325
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Re: DR5000 Protokoll

Post by ulf325 » 23.02.2019, 10:04

der Vergleich war:

z21, Xpressnet mit Blücher GBM16
vs.
DR5000, Loconet mit Blücher GBM16

Das "Experiment" DR 5000 habe ich aber inzwischen aufgegeben. Irgendwie sind wir keine Freunde geworden. Da war einfach zu vieles was nervt.

Ich habe inzwischen eine Z21 (schwarz) beschafft, die Blücher GBM via Loconet angeschlossen. Jetzt funktioniert alles wie es soll.

vikr
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Re: DR5000 Protokoll

Post by vikr » 23.02.2019, 19:15

ulf325 wrote:
23.02.2019, 10:04
der Vergleich war:

z21, Xpressnet mit Blücher GBM16
vs.
DR5000, Loconet mit Blücher GBM16

Das "Experiment" DR 5000 habe ich aber inzwischen aufgegeben. Irgendwie sind wir keine Freunde geworden. Da war einfach zu vieles was nervt.

habe inzwischen eine Z21 (schwarz) beschafft, die Blücher GBM via Loconet angeschlossen. Jetzt funktioniert alles wie es soll.
Das hörte sich aber Anfang Februar noch ganz anders an:
ulf325 wrote:
03.02.2019, 12:45
ich fahre jetzt mit der DR5000 als Zentrale, meine z21 dient nur noch zum Rückmelden.
Bequemerweise habe ich das Z21 Protokoll aktiviert, das funktioniert ja auch prima.
...

Ich habe auch einmal Loconet/LN-TCP ausprobiert.
Fahren funktioniert auch, nur beim Schalten von Weichen gibt es einen Versatz...
Was genau ist passiert?

MfG

vik

ulf325
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Re: DR5000 Protokoll

Post by ulf325 » 23.02.2019, 20:39

vikr wrote:
23.02.2019, 19:15
Was genau ist passiert?

MfG

vik
Mein Ursprungsproblem war, daß Rückmeldungen verschluckt wurden. Daran gab ich der (kleinen weißen) z21 die Schuld, weshalb ich die DR 5000 gekauft hatte, um Fahren und Schalten zu trennen. Die z21 sollte nur noch Rückmelden, aber auch das hat nicht geholfen. Denn das eigentliche Problem war der Xpressnet-Bus (wie ich heute weiß).
Dann habe ich auch die Rückmelder an die DR5000 angeschlossen; die hat mit den (Roco-kompatiblen) Xpressnet der Blücher-Module aber nichts anfangen können.
Nach Umrüstung der Rückmelder auf Loconet war das Problem Rückmelder tatsächlich behoben. Vordergründig lief es erst einmal.
Aber:
Die DR 5000 hat mich ständig geärgert.
Zum Beispiel war nach Kurzschluß (was schon mal vorkommt, gerade wenn man "testet") der Loconet Bus oft komplett tot. Also: jedes Mal Zentrale und Rocrail neu starten.
Ebenso störend: man konnte nicht einfach mal bei laufendem Betrieb die Stop-Taste (der Multimaus) drücken. Man konnte schon, es blieb auch alles stehen. Aber danach war unvorhersehbar welche Lok wieder losfährt und welche nicht. Überhaupt hat die Kommunikation Rocrail/DR 5000 über das Z21 Protokoll noch nicht sauber funktioniert, Rocrail hat oft nicht gewußt wenn die Zentrale im "Stop" Modus war was dazu führte das fleißig weiter Befehle ausgegeben wurden obwohl die Gleisspannung aus war - woraufhin dann etliche Weichen und/oder Polarisierungsrelais falsch standen.
Auch störend: die DR 5000 braucht eine gefühlte Ewigkeit zum Booten und Initialisieren.

Alles in allem kommt mir die Zentrale noch immer unausgereift vor.
Von einem Vereinskameraden weiß ich daß sie mit S88 Modulen und Traincontroller gut laufen soll. Aber das ist nun mal nicht meine Konfiguration.

Pirat-Kapitan
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Re: DR5000 Protokoll

Post by Pirat-Kapitan » 24.02.2019, 09:18

Moin,
wenn man das LocoNet der DR5K verwendet, sollte man bitte bedenken, dass die DR5K eine IB2 simuliert. Damit sind auf dem DR5K-LocoNet vermutlich alle "Feinheiten", die Uhlenbrock der IB2 "gegönnt" hat, ebenfalls enthalten.
Ich habe gestern mal die "Anmeldeinformationen" der DR5K auslesen können. In der Einstellung "IB2" hat mein Loconet-Funkhandregler alle Funktionen bis F28 absolut fehlerfrei bedienen können.

Da ich selbst kein LocoNet einsetze, kann ich die Auswirkungen (IB2-Modus versus IB1-Modus) für angeschlossene Geräte nicht bewerten. Daher hier nur als Information eingestellt.

Schöne Grüße
Johannes

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