Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 12.09.17

Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 12.09.17

Postby PhilipKlappacher » 02.03.2017, 08:28

Raspberry PI 3 B; Installieren RASPBIAN Jessie with PIXEL

History:

12.09.2017: Fehlende Bilder ersetzt; Downloadpfade von "linuxarmhf" auf "jessie" angepasst; Hinweis von Brandse "libusb fehlt" eingearbeitet
10.04.2017: Teil1 ergänzt: 7 Hinweis auf Verwendung von tightVNC anstatt RealVNC
24.03.2017: Teil2 ergänzt: 4.3 Download u. Installation mit Skript; 4.4 Update von Rocrail
15.03.2017: Teil2 ergänzt: rocrail als Server, Datein übertragen, Client
09.03.2017: Ergänzung eingefügt; Teil 2 Installation Rocrail begonnen
08.03.2017: VNC, XRDP, MC, WLAN
03.03.2017: Hinweise eingearbeitet und ergänzt
02.03.2017: Beginn


Hinweis:
Diese Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann Fehler enthalten. Die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
Es wird keinerlei Haftung für Schäden und/oder Datenverluste übernommen.


Hinweis:Diese Anleitung bezieht sich auf die Installation von RASPBIAN Jessie with PIXEL auf einem Raspberry PI 3 B in einer WINDOWS10 Umgebung OHNE separate Tastatur, Maus und Bildschirm am Raspberry.
Die Anleitung gilt aber auch für die Installation an einem Monitor mit Tastatur. Bitte die entsprechenden Hinweise beachten



Inhalt:
  • 1. Einleitung
  • 2. Hardware
  • 3. Software
      [3.1] Programme
      [3.2]Image
  • 4. nützliche Links
  • 5. Installation von RASBIAN Jessie with PIXEL
      [5.1] Vorbereitung der SD Karte
      [5.2] Erster Start und Verbinden mit SSH
      [5.3] Erste Schritte am Pi 3
  • 6. Konfiguration des Raspberry PI 3
  • 7. VNC und XRDP
      [7.1] VNC
      [8.1] XRDP
  • 8. Nützliche Helferlein
      [8.1] Midnight Commander
      [...]
  • 9. WLAN
      [9.1] WLAN Verbindung über grafische Oberfläche herstellen
      [9.2] WLAN Verbindung über Shell herstellen
      [9.3] WLAN "power_save" ausschalten

1. Einleitung:

Zum Jahreswechsel 2015/2016 begann ich mich dem Bau meiner MOBA. Als Hardware kamen dabei die BiDiB Komponenten von Fichtelbahn, konkret ein GBMboost Master mit 3 GBM16T, 3 OneControl und eine BiDiBbridge, zum Einsatz. Als Software natürlich rocrail. Bis jetzt laufen rocrail und rocview auf einem Laptop.

Beim Durchlesen des Forums kam irgendwann die Idee es auch mit einem Raspberry zu versuchen.

Von Raspberry's hatte ich bis vor kurzem zwar gehört/gelesen, mich aber nie genauer damit beschäftigt.
Diese Anleitung soll nun all jenen helfen die sich ebenfalls mit dem Gedanken tragen aber, wie ich, weder Erfahrung mit PI's noch mit Linux haben. Vielleicht kann ich dem einen oder anderen die "Angst" nehmen und dazu bewegen es einfach zu versuchen.

Die Anleitung bezieht sich hauptsächlich auf das Aufsetzen/Einrichten eines Raspberry PI 3 an einem Laptop/PC via SSH Verbindung.
Der "einfachere" Weg ist zwar das Aufsetzen/Einrichten an einem eigenen Monitor mit Tastatur/Maus, ich habe mich dennoch für den Weg über SSH entschieden.
Dies hat 2 Gründe:
    [1] In Zeiten von Laptops haben viele keinen separaten Monitor mehr daheim. So auch bei mir. Alternativ kann zwar auch ein (moderner) TV mit HDMI Eingang verwendet werden, was aber mit unter etwas unpraktisch sein kann. So hängt z.B. mein 55" Zoll TV im Wohnzimmer, meine Modellbahn/Arbeitszimmer sind aber im Dachgeschoß...
    [2]Es ist zwar möglich rocrail und rocview auf dem Raspberry laufen zu lassen, ich habe aber geplant rcorail auf dem Raspberry Pi Headless (ohne eigene Ein- Ausgabegeräte) in einer "klassischen" Server/Client Struktur laufen zu lassen. Also auf dem Raspberry nur den rocrail Server und rocview, rocweb, androc als Client auf Laptop/mobilen Endgeräten. Auf diesen Punkt werde ich im zweiten Teil der Anleitung näher eingehen

Das Aufsetzen/Einrichten über SSH sollte auch für Anfänger mit PC-Grundkenntnissen, und unter Zuhilfenahme dieser Anleitung, möglich sein.


2. Hardware:

Allgemein wird empfohlen für die Ersteinrichtung des Raspberry Pi 3 B USB Tastatur, USB Maus und Bildschirm(TV) über HDMI (alternativ HDMI/DVI Konverter) am PI zu verwenden.
Die Ersteinrichtung lässt sich jedoch auch ohne separate Eingabegeräte direkt an einem Laptop/PC durchführen. Es ist jedoch sicher sinnvoll, für den Fall der Fälle, die oben genannten Dinge zumindest zur Verfügung zu haben.


Benötigte Hardware:
  • Raspberry PI 3 B
  • Netzteil 5V 2,5A/2500mA
  • MicroSD min. 8GB Class 10 (empfohlen 16GB, alternativ 32GB; wenn nicht ohnehin dabei noch einen Adapter auf SD)
  • Gehäuse für den Raspberry Pi (alternativ aber empfohlen)
  • HDMI Kabel (empfohlen/alternativ)
  • USB Tastatur (empfohlen/alternativ)
  • USB Maus (empfohlen/alternativ)
  • Monitor/TV mit HDMI Anschluss (empfohlen/alternativ; HDMI/DVI Adapter)
  • LAN Kabel (bezogen auf diese Anleitung)
  • Router (bezogen auf diese Anleitung)
  • Laptop/PC mit WIN10 (bezogen auf diese Anleitung)
  • Cardreader für SD am Laptop/PC oder extern (bezogen auf diese Anleitung)

Die Punkte 1-5 dieser Aufzählung sind auch als Set zu bekommen.
In dieses Sets sind auch meist Kühlkörper vorhanden. Deren Verwendung ist nicht notwendig, und laut Aussagen in einschlägigen Foren, bei Verwendung in einem Gehäuse ohne AKTIVE Lüftung, eher kontraproduktiv!


3. Software:

Die Software bezieht sich auf die Verwendung eines Laptops/PC mit WIN10/WIN7
Bei den hier verlinkten Programmen handelt es sich um die Empfehlungen aus den von mir selbst zu Rate gezogenen Anleitungen. Sie stellen jedoch nur eine Empfehlung dar.

3.1 Programme:
3.2 Image:


4. nützliche Links:

Hier eine Sammlung von Links die mir bei meinem Einstieg geholfen haben.


5. Installation von RASBIAN Jessie with PIXEL

5.1 Vorbereitung der SD Karte

Voraussetzung:

Hat man sich den PI 3 im Set gekauft, ist meist eine SD-Karte mit NOOBS (New Out Of Box) dabei. So war es auch bei mir.
Ich habe mich jedoch dazu entschieden die SD mit dem RASPBIAN Jessie direkt zu bespielen.

Das Image sollte heruntergeladen sein und an einem bekannten Ort auf eurem Laptop/PC abgelegt werden/sein. Wahrscheinlich wird das der Download-Ordner sein.

Nun kommt die MicroSD an den Laptop/PC und sollte von diesem auch erkannt werden.
Im Explorer sollte sie nun erscheinen.

!!!Bezeichnung und Laufwerksbuchstabe sind abhängig von der SD und dem PC!!!

So in etwa sollte das dann aussehen:
Image


Wichtig ist für das weitere Vorgehen der Laufwerksbuchstabe. In diesem Fall "G:"



Nun wird win32diskimager geöffnet

Image

  • 1. Hier wird der Laufwerkbuchstabe der SD gewählt !!!WICHTIG!!! da sonst möglicherweise andere Speicher überschrieben werden!
  • 2. Hier wird der Pfad zum zuvor heruntergeladenen RASPBIAN Image eingetragen
  • 3. Mit "WRITE" wird das Image nun auf die SD übertragen. Die Dauer ist Systemabhängig. Nach Abschluss erhält man eine Meldung über den erfolgreichen Schreibvorgang.
  • 4. Mit "EXIT" kann win32diskimager beendet werden

Der folgende Punkt muss nur durchgeführt werden, wenn der PI 3 über SSH, also ohne eigenen Monitor und Tastatur, konfiguriert werden soll.

Da der Pi in diesem Beispiel OHNE zusätzliche Hardware, also Tastatur, Maus, Bildschirm, eingerichtet werden soll, ist es notwendig schon von Beginn an eine SSH-Verbindung (Secure Shell) zum PI aufbauen kann. Dies ist aber standardmäßig deaktiviert.

Um SSH zu aktivieren reicht aber ein einfacher Eintrag im Bootmenü.

Dazu die SD Karte im Explorer öffnen.

Mit Rechtsklick --> neu --> Textdokument wir der Eintrag "ssh.txt" (ohne die Anführungszeichen) erstellt.
Dann die Endung .txt entfernen. Der Warnhinweis dass die Datei damit unbrauchbar wird, kann ignoriert werden.
Image


Damit ist die SD-Karte soweit fertig.
Sie kann nun ausgeworfen und in den PI eingesteckt werden.

!Noch nicht mit der Stromversorgung verbinden wenn ihr über SSH konfigurieren wollt!



5.2 Erster Start und Verbinden mit SSH

Dieser Schritt ist nur dann notwendig, wenn ihr euren PI Headless, also ohne Monitor, aufsetzen wollt. Wenn ihr Monitor und Tastatur verwendet geht es bei 5.3 weiter.
Ein Durchlesen dieses Abschnitts ist dennoch sinnvoll für eine spätere Verwendung von SSH via putty


Voraussetzung:
  • putty installiert
  • Router mit freiem LAN-Port
  • Konfigurations Laptop/PC via LAN oder WLAN mit dem selben Router verbunden
  • (Man sollte in die Routeroberfläche/Routerconfig einsteigen können)
  • Für diesen Schritt ist noch keine aktive Internetverbindung notwendig

Für die nächsten Schritte müssen der Laptop/PC, von welchen aus der PI konfiguriert werden soll, und der PI 3 am selben Router hängen.
Ob der Laptop/PC über LAN oder WLAN mit dem Router verbunden ist, spielt dabei keine Rolle.
Der PI 3 muss jedoch über LAN mit dem Router verbunden werden!

Der PI 3 wird also mit einem LAN Kabel an einen freien Port des Routers verbunden.
Jetzt kommt noch das Steckernetzteil via MicroUSB an den PI 3 und dann kann "eingesteckt" werden.
Am PI 3 sollte nun die rote LED dauerhaft leuchten. Die grüne LED zeigt nun die Aktivität des PI 3 an (analog zu einer HDD-LED an einem Laptop/PC)

Als nächstes müssen wir die IP-Adresse des PI3 herausfinden.

Dazu in den Router einsteigen (Hersteller und Modell abhängig)
Hier sollte es einen IP-Table geben, der die IP-Adressen der verbundenen Geräte anzeigt. Das sollte dann in etwa so aussehen:
Image

Ich verwende am Basteltisch einen HUAWEI E-5180 Netcube. Hier werde nur die über WLAN verbundenen Host's angezeigt.
Da der Netcube jedoch nur einen LAN-Port hat, ist die IP am LAN zu 99,9% die nächste freie IP. In diesem Fall also die 192.168.8.103
Diese Adresse brauchen wir zum Verbinden über SSH und putty

Solltet ihr die IP-Adresse nicht über den Router herausfinden können, bietet sich optional ein Programm wie SoftPerfect-Network-Scanner an.

HINWEIS:
Solltet ihr die IP-Adresse des PI 3 auf keinem der oben gezeigten (oder auch anderen) Wege herausfinden können, ist es ab hier NICHT möglich den PI 3 über euren Laptop/PC zu konfigurieren. Dann braucht ihr zwingend Tastatur und Bildschirm!
Tastatur an PI 3 anschließen und diesen via HDMI an Monitor/TV --> weiter bei 5.3


Nun wird putty geöffnet.
Bevor die Verbindung hergestellt wird, müssen folgende Einstellungen gemacht/kontrolliert werden.

Als erstes wird in der linken Spalte der Punkt "Translation" gewählt.
Hier muss die Einstellung auf "UTF-8" stehen

Image

Danach wird wieder in den Punkt "Session" gewechselt
Hier müssen folgnde Dinge eingestellt/kontrolliert werden.
    [1.] Port --> 22; Conectiontype --> SSH
    [2.]Hostname (IP-address) --> Hier muss die IP-Adresse des PI 3, in meinem Fall die 192.168.8.103, eingetragen werden

Image

Danach auf "open"

Wird die Verbindung zum ersten mal hergestellt, erhält man eine Warnmeldung:
Image

Diese ist mit "Ja" zu bestätigen.
Wird der PI 3 mit der selben IP wieder verbunden, darf diese Meldung nicht mehr kommen.

Nun sollte dieser Bildschirm zu sehen sein:
Image
Das Eingabefenster, unter LINUX Usern "Shell" genannt.


Sollte das bis hier her nicht funktioniert haben, würde ich empfehlen noch mal Schritt für Schritt von vorne zu beginnen.
Noch ist nicht viel Arbeit dahin und jede Tätigkeit festigt das Handling! :wink:


5.3 Erste Schritte am Pi 3
SSH Login:
Wenn wir uns über SSH mit dem PI 3 verbunden haben, muss das folgende Fenster, die Shell, zu sehen sein
Image

hier müssen wir uns zum ersten mal anmelden.
Bei "login as" geben wir "pi" eine

Nach kurzem kommt die Passwortabfrage --> pi@192.168.8.103's password: (Hier steht natürlich eure individuelle IP-Adresse)
Das Standard-Passwort für den Pi ist "raspberry"
Das Passwort muss "blind" eingegeben werden. Ihr bekommt also keinen Coursor oder ähnliches zu sehen. Also aufpassen was ihr tippt!

Danach sollte euere Shell so aussehen:
Image


An einem Monitor
Hab ihr euren Raspi an einem Monitor angeschlossen, startet er gleich mit der grafischen Oberfläche PIXEL. Hier wird wahrscheinlich beim ersten Einstieg kein Passwort verlangt werden (Autologin als User pi). Sollte es doch verlangt werden, gelten der selbe User "pi" und PW "raspberry" wie oben

WICHTIG!!
Hier ist Vorsicht geboten! Das Tastaturlayout ist noch nicht angepasst (Standard QWERTY). Also bei der Passwort Eingabe "raspberrz" und nicht "raspberry" eingeben!


Und so sieht der Desktop in PIXEL nach dem ersten Start aus:
Image

Für die folgenden Einstellungen sollte man auch hier in die Shell wechseln. Sie befindet sich (standardmäßig) oben in der Werkzeugleiste.
Wird sie geöffnet, sollte man das selbe Bild (in einem kleinen Fenster am PIXEL Desktop) wie oben bei der Verbindung mit SSH haben.

Und zwar dieses:
Image



Erste Einstellungen:

Hinweis:
Arbeitet ihr an einem separaten Monitor, können Einstellungen auch über die grafische Oberfläche gemacht werden. Hier beschreibe ich jedoch den Weg über die "raspi-config".



Nun ist man als User "pi" angemeldet.
Hinweis:
Durch die grüne Schrift wird angezeigt dass wir als User ohne Root-Rechte angemeldet sind



Als ersten Schritt sollte ein individuelles Passwort vergeben werden.
Hinweis:
Wird eine Tastatur am Raspi verwendet, ist vorher noch eine Einstellung des Tastatur-Layouts zu empfehlen.


Tastatur-Layout ändern:(optional)
Hinweis:
Dies ist an diesem Punkt nur notwendig wenn ihr eine eigene Tastatur am PI 3 verwendet. Ist keine Tastatur am Raspi angeschlossen, gibt es den im folgenden beschriebenen Punkt "I3 Change Keyboard Layout" nicht!


Um vor unliebsamen Überraschung geschützt zu sein, ändern wir das Layout von QWERTY auf QWERTZ.

RASPBIAN hat dafür eine Text-Umgebung ähnlich der von BIOS. Diese rufen wir nun auf durch:
Code: Select all
sudo raspi-config


WICHTIG!
Wenn eure Tastatur einen Ziffernblock hat, verwendet für "-" die "Minus-Taste". Ansonsten sollte "-" bei der Taste "ß/?" zu finden sein.

Hinweis:
Durch das vorangestellte "sudo" wir der Befehle "raspi-config" mit Rootrechten ausgeführt, auch wenn wir diese als User "pi" gar nicht haben.


Im aktuellen Built von RASPBIAN sollte das so aussehen (Die Menüpunkte und deren Unterpunkte haben sich seit dem letzten Built verändert)
Image

Navigiert wird mit den Cursor-Tasten
Mit "Tab" springt man zu den unteren Auswahlmöglichkeiten
"ENTER" ist "Enter"
Mit "ESC" kommt man ins übergeordnete Menü

Change Keyboard Layout
Wir gehen zum Punkt "4 Localisation Options" und bestätigen mit <ENTER>.
Ob das folgende Untermenü 3 oder 4 Punkte, I1-I4 hat, hängt davon ab ob einen Tastatur angeschlossen ist oder nicht. Ist keine Tastatur angeschlossen, wird der Punkt "I3 Change Keyboard Layout" nicht eingeblendet.

Zum Ändern des Layouts müssen wir nun den Punkt "I3 Change Keyboard Layout" wählen und mit <ENTER> bestätigen.
Die folgenden Einstellungen sind abhängig von verwendet Tastatur-Modell. Hier ist mit unter etwas "try and error" notwendig.
Nachdem alle Eingaben gemacht wurden, springt die "raspi config" zurück ins Hauptmenü.


Passwort ändern:

Dies kann auf zwei Arten erfolgen.
Entweder aus dem "raspi-config" Menü, oder aus der Shell

raspi-config
Seid ihr schon im Hauptmenü der "raspi-config", weil ihr im vorherigen Schritt das Tastaurlayout angepasst habt, wählt ihr den Punkt "1 Change User Password " und bestätigen mit <ENTER>

Es erscheint noch der Hinweis dass das Passwort geändert wird. Dieser ist mit <OK> zu bestätigen. Danach springt die Anzeige in die Shell.
Hier werdet ihr aufgefordert ein neues Passwort einzugeben und mit einer zweiten Eingabe zu bestätigen.
Auch hier erfolgt die Eingabe "blind", also aufpassen was ihr tippt! Empfohlen werden Passwörter mit Groß- und Kleinbuchstaben und Zahlen.

Danach springt die Anzeige zurück ins Hauptmenü.
Da wir hier vorerst keine weiteren Einstellungen machen, könnt ihr mit <TAB> den Punkt <FINISH> die "raspi-config" verlassen.

Aus der Shell:
Nach dem ihr euch das erste mal als User "pi" angemeldet habt, sollte eure Shell so aussehen:
Image

Ihr könnt jetzt, oder wenn ihr später euer Passwort wieder ändern wollt, dies einfach durch
Code: Select all
passwd
machen.

Hier wird zuerst das aktuelle Passwort abgefragt. Wurde es bisher noch nicht geändert, gilt hier noch das Stadard Passwort "raspberry"
Danach werdet ihr aufgefordert ein neues Passwort einzugeben. Die Eingabe wird mit <ENTER> bestätigt.
Dann muss das neue Passwort zur Bestätigung nochmal eingegeben werden.
Wenn alles richtig eingegeben wurde, erscheint noch die Meldung über die Änderung des Passworts.



Update&Upgrade(optional)

WICHTIG!
Für diesen Schritt ist eine aktive Internetverbindung notwendig!


Nun sorgen wir noch dafür dass unser System aktuell ist.
Dieser Schritt ist optional und kann mitunter, je nach Umfang der Updates, einige Zeit in Anspruch nehmen. (beim ersten mal etwa 15-20min).
Ob dieser Schritt schon im Zuge des Aufsetzen/Einrichten durchgeführt wird, ist etwas "Ansichtssache". Ich persönlich würde aber dazu raten. Ansonsten kann dieser Schritt zu jedem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Dies erfolgt durch:
Code: Select all
sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade


Hinweis:
Durch das vorangestellte "sudo" werden die Befehle apt-get update/upgrade wieder mit Rootrechten ausgeführt.
Durch "&&" werden diese beiden Befehle verknüpft und "gleichzeitig" ausgeführt


Vorgang kann einige Minuten in Anspruch nehmen und muss zwischendurch mit "y" (yes) bestätigt werden

Nach dem Update&Upgrade ist eine "Reboot" zwar nicht zwingend erforderlich aber empfehlenswert.

Ein "Reboot" entweder mit
Code: Select all
sudo reboot
oder
Code: Select all
suod shutdown -r now
durchgeführt werden.

Wenn wir mit dem Raspi über SSH via putty verbunden sind, wird dieses den Verlust der Verbindung mit einer Fehlermeldung quittieren.
Image

Für einen neuerlichen Verbindungsaufbau braucht putty jedoch nicht neu gestartet werden.
Ein Klick in die linke obere Ecke öffnet das Menü. Dort einfach auf "Restart Session". Man sollte dem PI 3 aber die Zeit geben, vollständig zu booten.

Image

Nach dem reboot muss man sich erneut mit User "pi" und eurem zuvor gewählten Passwort anmelden.

Wird an einem eigenen Bildschirm gearbeitet, fällt der erneute Verbindungsaufbau und die Passworteingabe weg.

Hinweis:
In den diversen Raspberry Foren wird empfohlen
Code: Select all
sudo update
vor jeder Paket Installation durchzuführen





6. Konfiguration des Raspberry PI 3:

Nun machen wir noch einige grundlegenden Einstellungen am PI 3
Wenn ihr wie oben empfohlen einen Reboot durchgeführt habt, müsst ihr erst wieder in die "raspi-config" wechseln.
Seid ihr über SSH mit dem PI verbunden, seid ihr an diesem Punkt ja bereits in der Shell. Arbeitet ihr an einem Monitor, müsst ihr diese erst wieder über das Symbol in der Arbeitsleiste öffnen.

Mit dem Befehl
Code: Select all
sudo raspi-config
kommt ihr wieder ins Config-Menü

Hinweis:
Alle Einstellungen die hier gemacht werden, können jederzeit an die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden.
Ich gehe hier nur auf die von mir getroffenen Einstellungen ein.



Unter Punkt 1 das Passwort geändert werden.
Dies haben wir ja schon erledigt. Eine Änderung ist über diesen Punkt jederzeit möglich.

Unter Punkt 2 "Hostname" kann der Name, unter welchem der PI sichtbar ist, geändert werden.
Standardmäßig ist hier "raspberrypi" eingetragen.

Expand File System
Als nächsten Schritt müssen wir in eins der Untermenüs.
Momentan belegt RASPBIAN nur einen kleinen Teil eurer Speicherkarte. Mit "Expand File System" wird die gesamte Speicherkarte genutzt.
Dazu wählen wir zuerst den Punkt 7 "Advanced Options".
Hier müssen wir nun die Option A1 "Expand File System" wählen
Image

Das Bild springt kurz in die Eingabemaske.
Danach kommt die Meldung "filesystem will be enlarged upon the next reboot"
Es wird jedoch noch keine Reboot durchgeführt!

Danach müssen wir zurück ins Hauptmenü.

Boot Options
Nun wählen wir den Punkt 3 "Boot Options"
Im Untermenü dann den Punkt "B1 Desktop / CLI"
Hier stehen nun 4 Möglichkeiten zur Auswahl:
Image

Mit Console bootet der PI nur mit der Eingabemaske (mit oder ohne Autologin)
Mit Desktop wird auch dir grafische Oberfläche geladen (auch wenn wir diese im Eingabefenster natürlich nicht sehen; ebenfalls mit oder ohne Autologin)

Da wir für spätere Einstellungen die grafische Oberfläche nutzen wollen, wählen wir die Option "B4"
Wer seinen PI später nur als rocrail Server nutzen will, kann hier dann auf "Console" umstellen. Aber erst später.


Die folgenden Einstellungen sind etwas heikel. Hier kann man sich Fehler einhandeln. Sie sollten also besonders gewissenhaft durchgeführt werden.


Change Locale
Aus dem Hauptmenü wählen wir "4 Localisation Options"
Hier gibt es nun 3 Unterpunkte:
Image

Hier wählen wir "I1 Change Locale"
Mit den Cursortasten scrollen wir bis [ ] de_DE.UTF-8 UTF-8 und markieren es mit der Leertaste
Danach weiter bis [*] en_GB.UTF-8 UTF-8 und wählen es mit der Leertaste ab
Mit <TAB auf<OK und mit <ENTER> bestätigen
Es erscheint noch ein Fenster in welchem man die Hauptsprache für das System wählen muss. Wir wählen "de_DE.UTF-8" und bestätigen wieder mit <ENTER>

Es kommt kurz das Eingabefenster, danach springt die Eingabe zurück ins Hauptmenü.
Im Hauptmenü sind nun wahrscheinlich seltsame Muster am Rahmen zu sehen. Die sollten nach dem nächsten Neustart verschwunden sein.

!!WICHTIG!!
An diesem Punkt ist ein Neustart notwendig!


Wir beenden die "raspi-config" mit der Option <FINISH>.
Hier sollte nun eine Meldung kommen, ob man Neustarten will. Dies ist mit <OK> zu bestätigen. Kommt die Aufforderung nicht, einfach mit
Code: Select all
sudo reboot
oder
Code: Select all
sudo shutdown -r now
selber den Neustart machen.

Nachdem wir uns wieder am Raspi angemeldet haben, gehen wir wieder mit
Code: Select all
sudo raspi-config
ins Config Menü.

Change Timezone
Wir wählen wieder "4 Localisation Options" und den Unterpunkt "I2 Change Timezone"
Hier werden nun der Reihe nach die entsprechenden Einstellungen vorgenommen. In meinem Fall "EUROPE" und "Berlin"

Change Wi-fi Country
Nachdem wir nach erfolgter Eingabe der Zeitzone wieder im Hauptmenü landen, wählen wir ein letztes Mal "4 Localisation Options" und dieses mal den Punkt "I4 Change Wi-fi Country".
Hier setzen wir entsprechend auf "DE Germany"

Weitere Einstellungen habe ich fürs erste nicht gemacht.

Nun sollte noch einmal neu gestartet werden




An diesem Punkt haben wir nun einen, zumindest in den Grundzügen, konfigurierten Raspberry PI 3
Zum ordnungsgemäßen Herunterfahren des Pi gibt man einfach

Code: Select all
sudo shutdown
fährt den Pi nach 1min herunter

oder

Code: Select all
sudo shutdown -h now
fährt den PI sofort herunter

ein.



7. VNC und XRDP

Arbeitet man mit dem Raspi Headless, z.B als rocrail Server, kann man die grafische Oberfläche ausschalten und so Ressourcen sparen. Aber gerade beim Einrichten von rocrail ist die grafische Oberfläche von Vorteil.
Hängt der Raspi nun, wie in meinem Beispiel, an keinem eigenen Monitor, so gibt es verschiedene Möglichkeiten sich die grafische Oberfläche auf einem Laptop/PC/Tablet/... anzeigen zu lassen.

2 davon möchte ich euch hier kurz näher bringen. VNC und XRDP
Ich bevorzuge XRDP da es die Datenübertragungsrate im Netzwerk zur Darstellung der grafischen Oberfläche effizienter nutzt und WINDOWS die notwendige Software, RemoteDesktop, schon an Bord hat.
VNC (realvnc) ist im Raspbian Image schon integriert und sollte standardmäßig auch schon aktiviert sein. Hier ist allerdings zusätzliche Software, nämlich RealVNC Viewer, notwendig.

WICHTIG!
Damit überhaupt eine grafische Oberfläche angezeigt werden kann, muss diese in den boot-options auch aktiviert sein! (Standart)
Um sicher zu gehen:
"sudo raspi-config" - 3 Boot Options - B1 Desktop / CLI - B4 Desktop Autologin - Reboot


WICHTIG!
XRDP und RealVNC vertragen sich nicht! Man sollte sich daher für eine Variante entscheiden. Will man XRDP verwenden, muss RealVNC deinstalliert werden


7.1 VNC / Virtuell Network Client

RealVNC bringt das Raspbian Jessie Image schon standardmäßig mit. Um VNC nutzen zu können muss es erst aktiviert werden. Dazu
Code: Select all
sudo raspi-config
in der Shell aufrufen.

Dort > 5 Interfacing Options > P3 VNC > Would you like the VNC Server to be enabled? --> <JA>

Danach kann die Config wieder verlassen werden.

Um sich nun über VNC mit dem Raspi verbinden zu können, braucht man noch den RealVNC Viewer.
Einfach herunterladen und öffnen.
Image

In der oberen Zeile wird nun noch die Host-Adresse, eure individuelle IP-Adresse des Raspi, eingegeben.
Es folgt noch die Abfrage von Benutzername und Passwort. Danach solltet ihr in einem eigenen Fenster die grafische Oberfläche eures Raspi's sehen.



7.2 XRDP / X-Server Remote Desktop Protocol

Hinweis:
Dieser Abschnitt bezieht sich auf die Verwendung eines WINDOWS 7/10 PC.
Für andere Betriebssysteme kann zusätzliche Software notwendig sein.



Wie gesagt, arbeite ich lieber mit XRDP. Das mag aber auch Geschmacksache sein.
Ich habe auch schon rocview auf dem PI laufen lassen und es mir auf meinem Laptop anzeigen lassen (nicht als Client verbunden!). Dabei läuft die Darstellung und Bedienbarkeit bei XRDP deutlich flüssiger als mit VNC.

Um sich mit dem Raspi über XRDP verbinden zu können, muss dies jedoch erst installiert werden.

Wie schon erwähnt, vertragen sich RealVNC und XRDP nicht.
Also müssen wir RealVNC zuerst deinstallieren.

HINWEIS:
Die Inkompatibilität besteht anscheinend nur bei der Kombination RealVNC und XRDP.
Ich wurde darauf hingewiesen dass, wenn tightVNC insatlliert wird, das Problem nicht besteht und man dann sowohl VNC als auch XRDP zur Verfügung hat.



Dazu
Code: Select all
sudo apt-get purge realvnc-vnc-server realvnc-vnc-viewer
in der Shell eingeben. Der Vorgang mit <j> zu bestätigen.

Danach sollten noch nicht mehr benötigte Dateien mit
Code: Select all
sudo apt-get autoremove
entfernt werden.

Hinweis:
Vor der Installation von xrdp ist ein Neustart zu empfehlen


Nun wird noch XRDP installiert
Code: Select all
sudo apt-get install xrdp


Jetzt wird der Raspi noch neu gestartet.
XRDP ist damit fertig konfiguriert und wird zukünftig bei jedem Start automatisch mitgestartet.


Um sich nun mit dem Raspi zu verbinden, wird in WINDOWS die Remotedesktopverbindung geöffnet

<Alle Programme> - <Windows Zubehör> - <Remotedesktopverbindung>

Image

Bei Computer wird die IP-Adresse des Raspi eingegeben

Durch aufklappen der Optionen kann auch gleich der Benutzername eingegeben werden. Dabei sollte der Haken bei "Speichern der Anmeldeinformationen" nicht gesetzt werden.
Weitere Einstellungen sind für's erste nicht notwendig. Mit <Verbinden> wird die Verbindung aufgebaut.

Danach kommt noch das Anmeldefenster.
Image

Bei <Module> muss nichts verändert werden.
Habt ihr den Benutzernamen schon in den Optionen eingegeben, sollte er hier nun schon eingetragen sein.
Wenn nicht, dann einfach hier eintragen und mit <TAB> ins Feld Passwort springen.
Noch das Passwort eingeben und mit <ENTER> bestätigen. Nun sollte die Verbindung aufgebaut werden und nach kurzem die grafische Oberfläche des Raspi zu sehen sein.

Image





8. Nützliche Helferlein:

In diesem Abschnitt werde ich "nützliche Helferlein" vorstellen.
Hinweis:
Sie sind optional und nur als Vorschlag zu verstehen.


8.1 Midnight Commander

Diejenigen von euchen, die aus der WINDOWS-Welt kommen und sich dort schon mit DOS und/oder WIN95 "tiefer" beschäftigt haben, kennen wahrscheinlich den Dateimanager Norton Commander.
Der Midnight Commander ist ein Klon davon für die LINUX-Welt.

Wie schon in der Einleitung geschrieben, will ich den Raspi Headless nur als Server betreiben. Die grafische Oberfläche PIXEL würde in diesem Zusammenhang nur unnötig Ressourcen verbrauchen. Daher versuche ich auf den Gebrauch der grafischen Oberfläche zu verzichten und nur über die Shell zu arbeiten.

Hier vereinfacht der Midnight Commander, kurz MC, einem LINUX Neuling das Arbeiten in einer ungewohnten/unbekannten Dateistruktur der Shell.

Um den MC zu installieren, geben wir in der Shell
Code: Select all
sudo apt-get install mc
ein.
Die Installation läuft automatisch.
Sollte eine Abfrage kommen ob man fortsetzen will, einfach mit"j" bestätigen.

Ist die Installation fertig, kann der MC aus jedem Verzeichnis entweder mit
Code: Select all
mc
oder
Code: Select all
sudo mc
aufgerufen werden.
"sudo" wird immer dann benötigt, wenn wir Dateien im root Verzeichnis ändern, kopieren, verschieben,.... wollen

Und so sieht das dann aus:
Image

  • links oben, bei "1", sehen wir das Verzeichnis in dem wir uns gerade befinden.
  • Navigiert wird mit den Pfeiltasten, Auswählen mit <ENTER>
  • Wechseln zwischen linker und rechter Spalte mit <TAB>
  • um ins Übergeordnete Menü zu kommen, wählt man "/.." (2)
  • In der untersten Zeile sind die Befehle 1-10 sichtbar. Sie werden mit F1-F10 aufgerufen
  • Mit F10 wird MC beendet. Sollte F10 nicht funktionieren, einfach "exit" eingeben. Die Shell wird wieder in dem Menü geöffnet, in dem man sich beim Öffnen von MC befunden hat

Ein Beispiel zur Anwendung von MC kommt beim Punkt 9 "WLAN"



9. WLAN:

In diesem Abschnitt werde ich zwei Wege zeigen, wie man eine WLAN-Verbindung herstellt. Einmal über die grafische Oberfläche, und dann aus der Shell.
Des weiteren werde ich noch erklären, wie man die "Power off" Funktion des WLAN Moduls ausschalten kann.

Hinweis:
Die Herstellung einer WLAN Verbindung ist optional. Bei Verwendung des Raspi als rocrail Server, würde ich persönlich immer einer LAN Verbindung den Vorzug geben.


WICHTIG!
Bei einer Headless Konfiguration und ausschließlicher Verwendung von WLAN unbedingt Punkt 9.3 beachten! Der PI deaktviert nach längerer Inaktivität das WLAN und ist dann nicht mehr erreichbar!


9.1 WLAN Verbindung über die grafische Oberfläche herstellen

Dies ist sicher der einfachste Weg eine WLAN Verbindung herszustellen.
Wird an einem eigenen Monitor gearbeitet, ist man schon auf der grafischen Oberfläche. Ansonsten nun mit dem Raspi über VNC oder XRDP verbinden.

Auf der Menüleiste (die ist standardmäßig oben) auf das Verbindungssymbol klicken.
Image

Hier werden nun alle verfügbaren WLAN Netzwerke angezeigt

Das gewünschte Netz mit Klick wählen und im folgenden Fenster das Netzwerk Passwort eingeben
Image

Danach sollte sich der Raspi anmelden und eine Verbindung herstellen. Eine aktive Verbindung wird mit einem blau unterlegtem Funksymbol dargestellt. Fährt man mit dem Mauszeiger darüber, werden die Verbindungseinstellungen angezeigt.
Image
Image

Fertig.

9.2 WLAN Verbindung über die Shell herstellen
Hinweis:
Für das konfigurieren über SSH muss eine aktive LAN-Verbindung zum Raspi bestehen!


Als erstes muss man sich über SSH mit dem Raspi verbinden.

Danach muss die Datei "interfaces" bearbeitet werden

Am schnellsten geht das mit
Code: Select all
sudo nano /etc/network/interfaces


So wird die Datei direkt zum Bearbeiten geöffnet.
Die zu tätigenden Einstellungen kommen nach der kurzen Erklärung wie man die Datei mit dem Midnight Commander öffnet.

Hinweis:
"nano" ist eine in Raspbian integrierter Editor


OPTION:
Das wäre natürlich auch eine gute Gelegenheit sich mal mit dem Midnight Commander zu beschäftigen.

Da die "interfaces" Datei im root Verzeichnis liegt, und wir sie nicht nur betrachten sonder ändern wollen, öffnen wir den MC mit root-Rechten
Code: Select all
sudo mc


Wir befinden uns momentan, außer es wurde zwischenzeitlich das Verzeichnis gewechselt, in /home/pi
Mit /.. wird bis ins root-Verzeichnis "/" gewechselt.

Dort dann /etc und /network
Im Ordner /network befindet sich die Datei "interfaces"

Dies wird nun mit "F4" zur Bearbeitung geöffnet.

Hinweis:
Wird zum ersten Mal eine Datei aus dem MC zum Bearbeiten geöffnet, wird nach dem Standard-Bearbeitungsprogramm gefragt. Mit der Vorwahl [2] "nano" ist man sicher gut beraten



Nun wird die Datei mit nano bearbeitet

Dazu wird "wlan0" wie folgt ergänzt/geändert:
Image

Code: Select all
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet dhcp
    wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
wpa-ap-scan 1
wpa-scan-ssid 1
wpa-ssid "EUER WLAN_SSID"
wpa-psk "EUER PASSWORT"


Der nachfolgende "wlan1" Eintrag wird nicht bearbeitet.

Hinweis:
WLAN SSID und Passwort sollten in Anführungszeichen "XXX" gesetzt werden.


Hinweis:
Der Schritt 9.3 "power_safe off" kann gleich noch in diesem Schritt erledigt werden


Die Änderungen werden noch mit <STRG> und <O> gespeichert. Hier ist mit <J> die Änderung und danach der Speicherort (NICHT ÄNDERN!) zu Bestätigen. Danach wird nano mit <STRG>+<X> geschlossen.
Wurde die Datei über den MC geöffnet, kann dieser nun mit <F10> oder <exit> geschlossen werden.

Jetzt wird der Raspi mit
Code: Select all
sudo shutdown -r now
noch neu gestartet.

Wenn man wieder angemeldet ist, kann mit
Code: Select all
ifconfig
überprüft werden, ob eine WLAN Verbindung aufgebaut wurde.
Image




9.3 WLAN "power_save" ausschalten

Der Raspberry PI 3 hat bei seinem eingebauten WLAN Modul eine kleine Stolperfalle eingebaut. Die nennt sich "Powersafe"
Dieses schaltet, wenn das WLAN einige Zeit nicht genutzt wurde, dieses ab bzw. in den Powersafe Modus. Danach ist der PI z.B über SSH von außen nicht mehr erreichbar.
Diese funktion lässt sich aber relativ leicht abschalten.

Dazu wird wie unter Punkt 9.2 die Datei interfaces entweder direkt mit "nano" oder über den MC zum Bearbeiten geöffnet.
Hinweis:
Wurde die WLAN Verbindung über den grafischen Desktop eingerichtet, fehlen hier die Einstellungen die in 9.2 eingefügt wurden. Diese müssen in dem Fall auch nicht ergänzt werden.


Der Eintrag "wlan0" wird nun noch um eine weitere Zeile ergänzt
Image
Code: Select all
post-up iw dev wlan0 set power_save off


Die Datei speichern und schließen.

Jetzt wird mit
Code: Select all
sudo service networking restart
dem Raspi über DHCP eine neue IP zugewiesen

Mit
Code: Select all
ip a
kann nun noch überprüft werden, ob der Raspi eine WLAN-IP bekommmen hat.

Nach dem "network restart" wird noch die "power_save" Einstellung geprüft.
Code: Select all
iwconfig

Image

Power Managment muss auf "OFF" stehen.



Diese Anleitung wird bei Bedarf geändert und ergänzt
Last edited by PhilipKlappacher on 12.09.2017, 13:32, edited 47 times in total.
PhilipKlappacher
 

Re: Aufsetzen Raspberry PI3 und Installation von rocrail

Postby PhilipKlappacher » 02.03.2017, 08:29

Hinweis:
Diese Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann Fehler enthalten. Die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
Es wird keinerlei Haftung für Schäden und/oder Datenverluste übernommen.



Installation und Konfiguration rocrail am Raspberry PI 3

Im ersten Teil der Anleitung wurde der Raspberry soweit vorbereitet, dass nun rocrail installiert werden kann.

Ich werde hier, bis auf die für die Verwendung am Raspberry notwendigen Einstellungen, nicht genauer auf das Einrichten von rocrail und rocview eingehen. Hier bitte die rocrail Doku verwenden.

Wie schon im ersten Teil der Anleitung, arbeite ich mit WINDOWS 7 und WINDOWS 10 auf meinen Rechnern.

Inhalt
  • 1 Hardware
  • 2 Software
      [2.1] Programme
      [2.2] Dateien
  • 3 Nützliche Links
  • 4 Installation von rocrail auf dem Raspberry
      [4.1] Built auf Raspi laden
        [4.1.1] Übertragen mit Cardreader
        [4.1.2] Übertragen mit FTP
        [4.1.3] Direkter Download
      [4.2] Installation
      [4.3] Download und Installation mit Skript
      [4.4] Update von Rocrail
  • 5 Rocrail und Rocview starten
      [5.1] Rocrail und Rocview am Raspberry starten (Localhost)
      [5.2.1] Rocrail als Server starten
      [5.2.2] Alias anlegen
  • 6 Pläne und Lizendatei einfügen
      [6.1] Pläne einfügen
      [6.2] Lizendatei einfügen
  • 7 Clientverbindung einrichten und Einstellungen
      [7.1] Clientverbindung einrichten
      [7.2] Einstellungen in rocrail
      [7.3] Zentrale verbinden (Beispiel: BiDiB GBMboost)
  • 8 rocweb Zugriff einrichten
  • 9 androc Zugriff einrichten


1 Hardware

Entscheidend dafür welche Hardware für den Betrieb von rocrail am Raspberry benötigt wird ist, wie man ihn einsetzen will.
Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten:
  • rocrail und rocview am Raspberry mit eigenen Ein- und Ausgabegeräten. Also Bildschirm, Tastatur, Maus. (Localhost)
  • rocrail und rocview am Raspberry Headless (Localhost). Darstellung der PIXEL Oberfläche mit rocview an einem Laptop/PC über VCN, XRDP,.. (Remote)
  • rocrail am Raspberry Headless, rocview auf einem Client (Server/Client Struktur)
  • ....
Meine Versuche haben gezeigt dass der PI 3 durchaus Leistungsfähig genug ist um auf ihm rocrail und rocview laufen zu lassen. Zumindest bei meinem Versuchsaufbau mit Fichtelbahn GBMboost mit 3 GBM16T, 3 ONEControl mit 26 angeschlossenen Weichen, und 15 Loks/Zügen. Die Auslastung des Raspis ging dabei im Automatikbetrieb auf etwa 45%
Wie das bei größeren Anlagen aussieht, kann ich nicht beurteilen.

In meinem Fall soll im Endausbau Variante 3 zum Einsatz kommen, mit einem Laptop als Client und 2-3 Tablets/Smartphone über rocweb /androc

Im Abschnitt 5 werde ich aber dennoch auf die verschiedenen Möglichkeiten eingehen.

Was also an Hardware für den Betrieb notwendig ist, hängt vom Einsatz ab:

Variante 1(Localhost):
  • Raspberry PI 3
  • Bildschirm
  • Tastatur
  • Maus
  • ...

Variante 2/3 (Localhost/Remote, Server/Client):
  • Raspberry PI 3
  • Client Laptop/PC
  • Router
  • Bildschirm (optional/nicht benötigt)
  • Tastatur (optional/nicht benötigt)
  • Maus (optional/nicht benötigt)
  • ...

Hinweis:
Eventuell notwendige Hardware zur Verbindung eurer Zentrale und des Raspis werden in dieser Auflistung nicht berücksichtigt!



2 Software

2.1 Programme

Die angeführten Programme sind ein Vorschlag
  • putty (Verbinden mit dem PI 3 via SSH)
  • filezilla client (alternativ; Übertragen von Dateien zwischen PC und Raspberry)

2.2 Dateien

Die aktuelle Installationsdatei ist unter rocrail Download zu finden.
Für den Raspberry wird die Datei rocrail-XXXXX-linuxarmhf-wx3.0-armhf.deb benötigt, wobei "XXXXX" die aktuelle Version darstellt.

Für Client- bzw. Remote-Rechner braucht man noch die aktuelle Version Rocrail

3 Nützliche Links

4 Installation von rocrail auf dem Raspberry

Im folgenden zeige ich einige Möglichkeiten wie der Built auf den Raspi übertragen werden kann, und dieser anschließend installiert wird.

Bei der Variante 4.3 Download und Installation mit Skript (danke an GeSchu für den Tip) werden Download und Installation mit einem Skript durchgeführt. Der Built muss also nicht vorher heruntergeladen werden.
Hier ist etwas Vorarbeit notwendig. Danach ist es aber eine sehr komfortable Variante.

4.1 Vorbereitung

Bevor mit der Installation begonnen werden kann, muss zuerst das Installationspaket rocrail-XXXXX-jessie-wx3.0-armhf.deb am Raspi gespeichert werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten

Für die Varianten 4.1.1 und 4.1.2 benötigt man einen Laptop/PC mit Internetanschluß.
Auf diesen wird das aktuelle Installationspaket von rocrail Download heruntergeladen.

Für Variante 4.1.3 muss der Raspi selbst über eine Internetverbindung verfügen.

HINWEIS:
Ein Herunterladen des Installationspaketes über den Browser am PI ist laut der Anleitung rocrail auf Raspi PI 3 von Pirat-Kapitän nicht zu empfehlen. Ich habe daher auf diese Variante verzichtet.


4.1.1 Externer SD-Cardreader:

Die SD Karte aus dem Raspi entfernen und in das Kartenlesegerät (am Laptop/PC oder extern) einschieben. Die Karte muss anschließend im Explorer angezeigt werden.

Aufgrund der unterschiedlichen Dateisysteme, wird am Windows PC jedoch nur die "Boot Section" angezeigt.
Image

Hierhin wird nun das zuvor heruntergeladene Installationspaket kopiert.
Danach kann die Karte wieder ausgeworfen und in den Raspi gesteckt werden.


4.1.2 FTP:

Der Laptop/PC mit dem das Installationspaket heruntergeladen wird und der Raspi müssen dafür mit dem selben Netzwerk verbunden sein. Ob über LAN oder WLAN spielt dabei keine Rolle.

Zusätzlich muss am Laptop/PC ein FTP Programm installiert sein.
Ich verwende in diesem Fall filezilla client

Zum Transfer des Installationspaketes wird als erstes FileZilla geöffnet.
Image

In der linken Spalte (Standard Einstellung) ist in der oberen Hälfte die Ordner-Struktur des Laptop/PC auf dem gearbeitet wird zu sehen. Darunter der Inhalt des in der oberen Hälfte gewählten Ordners. Die rechte Spalte ist beim Start noch leer. Hier wird, nachdem eine Verbindung aufgebaut wurde, analog zur linken Spalte das Zielsystem angezeigt.

Um eine Verbindung zum Raspi aufzubauen, müssen in der oberen Zeile noch Adresse, Benutzername, Passwort und Port eingetragen werden.
Server: Die IP-Adrsse des Raspi (in diesem Fall die 192.168.8.103
Benutzername: pi
Passwort: euer Passwort
Port: 22

Danach auf <Verbinden>

Sobald eine Verbindung aufgebaut wurde, wird nun in der rechten Spalte die Ordner Struktur des Raspi angezeigt

In meinem Fall liegt die rocrail-XXXXX-jessie-wx3.0-armhf.deb am PC im Download Ordner und ich will sie in den Download Ordner im Verzeichnis /home/pi kopieren.

Hinweis:
Als Zielverzeichnis kann jeder beliebige Ordner gewählt werden. Ich würde jedoch in diesem Fall den Download Ordner empfehlen.


Auf beiden Systemen werden die entsprechenden Ordner gewählt.
Nun kann die rocrail-XXXXX-jessie-wx3.0-armhf.deb durch einfaches "Drag&Drop" auf den Raspi kopiert werden.

Nach erfolgreicher Übertragung kann der filezilla client geschlossen werden


4.1.3 Direkter Download:

Für diese Variante muss man entweder direkt am Raspi arbeiten, oder über SSH, VCN, XRDP mit ihm verbunden sein.
Außerdem braucht der Raspi dafür eine aktive Internetverbindung.

Hinweis:
Der die Datei in jenem Verzeichnis, aus dem der Download aufgerufen wurde. Es empfiehlt sich daher vor dem Aufruf des Downloads in den Ordner /home/pi/Downloads zu wechseln

Code: Select all
cd /home/pi/Downloads


Nun wird folgender Befehl ausgeführt:
Code: Select all
wget https://launchpad.net/rocrail/sunrise/2.0/+download/rocrail-xxxxx-jessie-wx3.0-armhf.deb


WICHTIG:
Anstelle von "XXXXX" muss die aktuelle Versionsnummer stehen! Zu finden unter rocrail Download


Der Raspi lädt die Datei herunter und speicher sie in jenem Verzeichnis, aus dem der Download aufgerufen wurde.



4.2 Installation

Die Installation von rocrail erfolgt aus der Shell

Hinweis:
Wie schon im ersten teil der Anleitung beschrieben, wird empfohlen vor jeder Paketinstallation ein Update durchzuführen


Code: Select all
sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade


Bevor rocrail selbst installiert wird, muss noch eine Zusatzbibliothek installiert werden.
Hinweis:
Das ist nur bei der ersten Installation von rocrail notwendig

Code: Select all
sudo apt-get install wxgtk3.0-dev


Nun kann rocrail installiert werden.
Dazu muss aber in den Ordner gewechselt werden, in welchem sich das Installationspaket befinden. Dieser ist nun abhängig davon, welche Variante ihr im Schritt 4.1 gewählt habt.

Bei 4.1.1 liegt die Datei in /boot
Code: Select all
cd /boot


Seid ihr bei 4.1.2 der Empfehlung gefolgt die Datei im Download Ordner zu speichern
Code: Select all
cd Downloads
oder
Code: Select all
cd /home/pi/Downloads

sonst in den von euch gewählten Ordner wechseln

Bei Variante 4.1.3 liegt die Datei in dem Ordner, von dem aus der Download aufgerufen wurde. Wurde der Download aus /home/pi/Downloads aufgerufen, ist das Installationspaket dementsprechend auch dort zu finden.
Wenn man sich nicht ohnehin schon dort befindet
Code: Select all
cd /home/pi/Downloads



Befindet man sich nun im richtigen Ordner wird mit
Code: Select all
sudo dpkg -i rocrail-XXXXX-jessie-wx3.0-armhf.deb
die Installation gestartet.

Nach Abschluss der Installation sollte ein Neustart durchgeführt werden.


4.3 Download und Installation mit Skript

Um diese Variante nützen zu können, ist etwas Schreibarbeit notwendig. Es muss erst ein Skript angelegt werden.
Danach kann man dafür Rocrail mit einem einzigen Befehl Downloaden, Installieren, und in späterer Folge, Updaten.

Hinweis:
Für diese Variante muss der Raspi über eine aktive Internetverbindung verfügen.


Mit dem Raspi über SSH verbinden oder, wenn die grafische Oberfläche genutzt wird, die Shell öffnen

Nun werden in /home/pi die notwendigen Ordner erstellt.

Als erstes den Ordner bin. In ihm liegt dann das eigentliche Script.
Code: Select all
cd
mkdir bin


Jetzt wird noch ein Ordner etc mit dem Unterordner /rocrail für die Konfigurationsdatei angelegt.
Code: Select all
cd
mkdir -p etc/rocrail


Nun wird noch die Konfigurationsdatei angelegt. Hier wird vom Skript später die installierte Version gespeichert. Im ersten Schritt wird sie mit 00000 belegt.
Die Datei muss nicht extra angelegt werden. Sie wird im folgenden "automatisch" erstellt.
Hinweis:
Mit "chmod u+x" werden in diesem Beispiel die Berechtigungen für den User pi gesetzt

Code: Select all
cd etc/rocrail
echo 00000 > rr-version.txt
chmod u+x rr-version.txt
cd



Anschließend wird das eigentliche Skript erstellt und die Berechtigung gesetzt.
Code: Select all
cd bin
touch rr-install.sh
chmod u+x rr-install.sh


Mit
Code: Select all
nano rr-install.sh

wird die File nun zum Bearbeiten geöffnet.

Hier wird nun das folgende Skript eingetragen
WICHTIG!
Unbedingt auf Groß- Kleinschreibung, Sonderzeichen {[()]} und Leerzeichen achten!


Code: Select all
#!/bin/bash

# author:        Philip Klappacher
# version:       24.03.2017
# Descrpt.:      download new version of rocrail for RASPBIAN JESSIE from
#                rocrail downloadarea and installs after optional
#                RPY Update&Upgrade


#Update&Upgrade Yes/No?
echo -n "Do Update&Upgrade?[Y/N]"

while ((!true)); do
        read -sn1 answer
        case "$answer" in
                [JjYy]) result=1 ; true=1 ;;
                [Nn])   result=0 ; true=1 ;;
                *)      true=0 ;;
        esac
done

echo

if ((result));
        then
                sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade
fi
echo "Update&Upgrade ready..."
sleep 3
# enter version
read -p "Enter rocrail version:" version

# write version in variable VERSION
VERSION="${version:-$version}"

# save path working directory
COMEFROM=$(pwd)
HOME_PWD="/home/pi"
ETC_PWD=${HOME_PWD}"/etc/rocrail"
OLD_VERSION=$( cat ${ETC_PWD}/rr-version.txt )

#FNS = First Name of Server
FNS="rocrail-"
#SNS = Second Name of Server
#SNS="-raspbian-armhf="
SNS="-jessie-wx3.0-armhf"

# test if version already exist
# if so chancel
if [[ "${VERSION}" -eq "${OLD_VERSION}" ]]
        then
                echo ${0} "cannot continue..."
                echo "rocrail version ${VERSION} already installed"
                echo "script will be canceled"
                exit
        fi
# change to directory Downloads
GOTODIR=${HOME_PWD}"/Downloads"
cd ${GOTODIR}

# get rocrail-server build
# path to build is:
# wget https://launchpad.net/rocrail/sunrise/2.0/+download/rocrail-xxxxx-jessie-wx3.0-armhf.deb
wget https://launchpad.net/rocrail/sunrise/2.0/+download/${FNS}${VERSION}${SNS}.deb

sudo dpkg -i ${FNS}${VERSION}${SNS}.deb
echo ${VERSION} > ${ETC_PWD}/rr-version.txt
cd ${COMEFROM}
echo "installation done"

# -= EOF =-


Die Datei mit <STRG+O> speichern und mit <STRG+X> beenden

Das Skript kann nun mit
Code: Select all
bin/rr-install.sh

gestartet werden.

Ich habe eine Abfrage eingebaut ob vor der Installation von Rocrail ein Update&Upgrade des Raspberry durchgeführt werden soll.
Update&Upgrade sind optional [J/N], aber vor jeder Paketinstallation zu empfehlen.

Soll, aus welchem Grund auch immer, die aktuell installierte Version noch einmal nachinstalliert werden, muss vorher die Konfigurationsdatei mit einer niedrigeren Versionsnummer als der zu installierenden, am besten 00000, belegt werden. Ansonsten wird das Skript, mit einer Fehlermeldung dass die Version bereits installiert ist, abgebrochen!

Code: Select all
cd etc/rocrail
echo 00000 > rr-version.txt


Hinweis:
Unter 5.2.2 "alias anlegen, findet man eine Möglichkeit wie man es sich noch bequemer machen kann. So wäre dann für ein späteres Update z.B anstatt bin/rr-install.sh der Befehl rocrailupdate oder rrupdate möglich


Hinweis:
Die Downloadpfade habe sich seit Erstellung dieser Doku geändert. Die Links wurden alle entsprechend angepasst.
Von Guido, alias Brandse, habe ich folgenden Hinweis bekommen:
Brandse wrote:Mein Raspi meinte das ihm auf einmal libusb fehlt und meckert bei der Rocrailinstallation. Geholfen hat ein "sudo apt-get install libusb-1.0-0-dev". Nach der Installation hat er auch etwas in Rocrail nachinstalliert.



4.4 Update von Rocrail

Der Vorgang für ein Update von Rocrail ist im Grunde gleich wie bei der Neuinstallation.
Es können daher auch alle in den Punkten 4.1-4.3 Varianten genutzt werden.
Besonders einfach ist hier der Weg über Variante 4.3, da im Grunde nur noch die zu installierende Versionsnummer angegeben werden muss.

Bei einem Update werden nur die Programmdateien von Rocrail verändert. Pläne und ähnliches bleiben davon unberührt!




5 rocrail und rocview starten

Hinweis:
Sollen Rocrail und Rocview getrennt als Client/Server laufen, ist es nicht notwendig Rocview über die grafische Oberfläche am PI zu starten!


5.1 rocrail und rocview am Raspberry starten (Localhost)

Da in dieser Variante soll auch Rocview am Raspi laufen.
In diesem Fall ist sowohl möglich am Raspi mit eigenem Monitor zu arbeiten, als auch Headless.
Wird am Raspi Headless gearbeitet, muss jedoch zur Darstellung der grafischen Oberfläche eine Verbindung über VCN oder XRDP hergestellt werden.

Unter <Sonstige> wurden nun Rocrail und Rcoview angelegt
Image

Mit dem ersten Start von Rocview (nicht Rocweb!) öffnet sich ein "leeres" Rocview. Im Hintergrund wird automatisch, im Verzeichnis /home/pi, der Ordner "rocrail" angelegt.

Dieser wird nun durch "Open Workspace ..." ausgewählt.
Image
Image

Danach sollte sich der Demoplan öffnen.
Image

Damit Rocview in Zukunft automatisch in diesem Arbeitsbereich startet, wird dieser in den Rocview Eigenschaft als "Standard Arbeitsbereich" ausgewählt.
Image
Image

Nach einem Neustart von Rocview sollte sich nun automatisch der Demoplan öffnen.


Jetzt können Rocrail und Rocview nach den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden.
Hiezu empfehle ich die wieder die rocrail Doku

Hinweis:
Es ist auch bei dieser Variante möglich, Rocview auf einem Client-PC aufzurufen und sich mit dem Rocrail Server am Raspi zu verbinden. Siehe Punkt 7.





5.2.1 rocrail als Server starten

Hinweis:
Für die Konfiguration des Server-Betriebs von rocrail braucht man nicht auf die grafische Oberfläche zugreifen. Für die folgenden Schritte muss eine SSH Verbindung zum Raspi aufgebaut werden.


Bei der Frage wie der Server "richtig" gestartet wird, scheiden sich etwas die Geister. Siehe dazu auch Grundsätzliche Frage zu PI's
Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert und stelle hier EINE MÖGLICHE Variante vor.


Wenn rocrail installiert wurde, und rocview noch nicht wie oben gestartet wurde, gibt es nur den Ordner /opt/rocrail. Dabei handelt es sich um einen Ordner im root Verzeichnis. Somit ist hier das schreiben von Dateien, als User "pi", nicht ohne root-Rechte oder dem Ändern des Besitzers möglich.

Daher wird zuerst ein Arbeitsbereich in /home/pi eingerichtet.

Das mache ich mit dem "mc"
Code: Select all
sudo mc


Hinweis:
Die verwendeten Name sind frei wählbar. Leerzeichen und Sonderzeichen sind jedoch zu vermeiden und der Name sollte "sprechend" sein. Das erleichtert später das Arbeiten.


In /home/pi wird mit <F7> "Mkdir" ein Ordner erstellt. In diesem Fall "rocrail" (linkes Fenster im MC)

Gibt es nur einen Plan, sind weitere Unterordner nicht notwendig. Soll mit mehreren Plänen gearbeitet werden, empfiehlt es sich, diese in Unterordner aufzuteilen.
In diesem Beispiel arbeite ich mit 3 verschiedenen Plänen."demo", "stellpult" und "aufstellblock".

Zusätzlich gibt es noch den Ordner "images". Dieser braucht jedoch nicht angelegt werden. Er wird im nächsten Schritt aus dem Verzeichnis /opt/rocrail kopiert. Er dient später als gemeinsames Verzeichnis für Bilder.

Image


Hinweis:
Wird der MC ohne [color=#0000BF]sudo
ausgeführt, ist automatisch der User pi der Besitzer. Es entfällt also das Ändern der Rechte.[/color]

Nun muss noch der Besitzer der Ordner geändert werden.
Dies gilt sowohl für /home/pi/rocrail, als auch für die darin enthaltenen Unterordner.

Dazu den zu ändernden Ordner im MC anwählen, danach <F9> <Datei> <chown>
Image

Dort werden nun "Benutzername" und "Gruppen-Name" auf "pi" gesetzt.
Image

Ist das erledigt, können die Ordner befüllt werden.
In den Ordner /home/pi/rocrail/demo wird in diesem Beispiel der Demoplan aus /opt/rocrail eingefügt. Die Ordner "stellpult" und "aufstellblock" werden erst in Schritt 6 mit bestehenden Plänen befüllt.

Dazu wird im "MC" in einer der beiden Spalten, im Beispiel links, in den Ordner /opt/rocrail gewechselt. In der anderen Spalte wird /home/pi/rocrail geöffnet

In /opt/rocrail, linkes Fenster, den Ordner "images" auswählen und mit <F5> nach /home/pi/rocrail kopieren.
Image

Jetzt werden aus /opt/rocrail noch die beiden Datein plan.xml und occ.xml in den Ordner /home/pi/rocrail/demo kopiert
Dazu im rechten Fenster den Ordner /home/pi/rocrail/demo öffnen, die Dateien im linken Fenster wählen und mit <F5> kopieren.
Image

Bei dem kopierten Ordner "images" und den Dateien "plan.xml" und "occ.xml" müssen nun auch noch der Benutzername und Gruppenname auf "pi" gesetzt werden.

Nun kann rocrail als Server gestartet werden.

Wichtig:
Der Befehl dazu unterscheidet sich je nach gewählten Ordnernamen!!!


Je nachdem ob es nur einen Plan im Ordner /home/pi/rocrail gibt oder mehrere Pläne in Unterordnern /home/pi/rocrail/XXXX wird im Befehl zum Starten des Serves der zu verwendende Arbeitsbereich mit angegeben.

Hintergrund ist der, dass die rocrail.ini, die .trc,.... dann im richtigen Unterordner abgelegt werden.

Gibt es nur einen Plan in /home/pi/rocrail wird der Server mit
Code: Select all
/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail
gesartet. Dabei wird mit dem ersten Teil
Code: Select all
/opt/rocrail/rocrail.sh
der Server gestartet.
Im zweiten Teil
Code: Select all
-w /home/pi/rocrail
wird der Ordner /home/pi/rocrail als Arbeitsbereich zugewiesen.

Liegt der Plan in einem Unterordner muss der zweite Teil des Befehls entsprechend angepasst werden.
In diesem Beispiel gäbe es 3 Möglichkeiten:
Code: Select all
/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail/demo

Code: Select all
/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail/stellpult

Code: Select all
/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail/aufstellblock


Nach ausführen des Befehls sieht man nun in der Shell die Server-Tätigkeit. Die Shell ist gesperrt solange der Server läuft.

Beendet wird der Server mit
Code: Select all
q


Hinweis:
Kommt beim Beenden des Servers eine Fehlermeldung dass dir rocrail.ini nicht geschrieben werden konnte [permission denied], nochmal überprüfen ob bei den verwendeten Ordnern der Benutzername und Gruppen-Name auf "pi" gesetzt sind

Image

Nachdem der Server beendet wurde muss es in dem Ordner der als Arbeitsbereich gewählt wurde eine rocrail.ini geben
Image



Alle weiteren Einstellungen können dann von Rocview auf einem Client aus gemacht werden.



5.2.2 Alias anlegen

Um nicht bei jedem Start des Servers die komplette Befehlszeile
Code: Select all
/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail/XXXX
eingeben zu müssen, kann ein "alias angelegt werden.

Als erstes muss überprüft werden ob der gewünschte "alias" bereits vergeben ist.
Zum Aufrufen des Servers im Arbeitsverzeichnis /home/pi/rocrail/demo soll in diesem Beispiel einfach
Code: Select all
rocraildemo
verwendet werden.
Den Befehl
Code: Select all
rocraildemo
in der Kommandozeile eingeben.

Es muss die Meldung kommen: "Kommando nicht gefunden"
Image

Ist dieser bereits vergeben, muss ein anderer alias gewählt werden.


Jetzt wird die .bashrc in /home/pi bearbeitet

Die .bashrc entweder im "MC" auswählen und mit <F4> zum Bearbeiten öffnen, oder direkt aus dem Verzeichnis /home/pi mit
Code: Select all
sudo nano .bashrc
aufrufen.

WICHTIG!
Der alias wird am Ende der Datei eingetragen. Sonst keine Änderungen in dieser Datei vornehmen!


In diesem Beispiel werden 3 alias angelegt. rocraildemo für den Arbeitsbereich /home/pi/rocrail/demo, rocrailsp für /home/pi/rocrail/stellpult und rocrailab für /home/pi/rocrail/aufstellblock

Mit den Pfeiltasten ganz ans Ende der Datei scrollen und dort den gewünschten alias eintragen.
Code: Select all
alias rocrailsp='/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail/stellpult'
alias rocrailab='/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail/aufstellblock'
alias rocraildemo='/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail/demo'


Image

Mit <STRG><O> speichern und mit <STRG><X> beenden.

Mit
Code: Select all
source .bashrc
oder nach einem Neustart steht der alias dann zur Verfügung.




6 Pläne und Lizenzdatei einfügen


6.1 Pläne einfügen

Hinweis:
Dieser Schritt ist optional


Im oberen Schritt verwende ich für den Arbeitsbereich /home/pi/rocrail/demo die plan.xml aus /opt/rocrail

Gibt es schon eigene Pläne aus früherer Verwendung, können dies leicht auf den Raspi übertragen werden.

Im Beispiel habe ich im Schritt 5.2.1 schon die entsprechenden Ordner /home/pi/rocrail/stellpult und /home/pi/rocrail/aufstellblock angelegt.

Wurden diese bisher noch nicht angelegt, oder soll ein weiterer dazu kommen, einfach wie in 5.2.1 beschrieben einen neuen Ordner anlegen oder diesen direkt bei der Übertragung mit filezilla client anlegen.

Zum Übertragen der Datein filezilla client öffnen und eine Verbindung zum Raspi herstellen.
Am lokalen Rechner den Ordner mit den zu verschiebenden Dateien öffnen, am Raspi das Zielverzeichnis öffnen. Danach die Dateien einfach mit Drag&Drop kopieren.

Dabei müssen nicht alle Dateien kopiert werden.
Wichtig sind:

plan.xml
occ.xml
loco.xml
(optional; Nur vorhanden wenn in früherer Verwendung angelegt;Der Name ist frei wählbar und abhängig davon wie die Datei vorher in Rocrail genant wurde)

Der Ordner "image" braucht nicht in den Arbeitsbereich kopiert werden wenn, wie in meinem Beispiel, ein gemeinsamer Image-Ordner für alle Arbeitsbereiche verwendet wird. Sollten hier Bilder enthalten sein die noch nicht im gemeinsamen Image-Ordner liegen, nur diese kopieren. Das spart Speicherplatz!

Alle anderen Datein und Ordner brauchen nicht kopiert werden. Sie werden bei späterer Verwendung automatisch generiert.

WICHTIG!
Nach dem Übertragen der Dateien auf den Raspi Benutzername und Gruppen-Name überprüfen. Dieser muss auf "pi" gesetzt sein! Gegebenenfalls wie in 5.2.1 ändern.

Image



6.2 Lizendatei einfügen

Ist man im Besitz einer Lizenz für Rocrail wird diese am besten im Stammverzeichnis /opt/rocrail gespeichert.

Auch sie kann ganz einfach mit filezilla client übertragen werden.
Dabei als Zielverzeichnis /opt/rocrail wählen

Sollte die Übertragung dieser Datei nach /opt/rocrail wegen fehlender Berechtigung fehlschlagen, die Datei am besten nach /home/pi/Downloads kopieren und von dort in einem zweiten Schritt mit dem "MC" (als root) nach /opt/rocrail verschieben.



7 Clientverbindung einrichten und Einstellungen in Rocrail


7.1 Clientverbindung einrichten
Um sich mit einem Client auf den rocrail Server verbinden zu können, müssen
  • Auf dem Client-Rechner die aktuelle Rocrail Version installiert sein Rocrail
  • Auf dem Raspi der Server laufen
  • Der Client und der Raspi mit dem selben Netzwerk verbunden sein

Dazu wie Rocrail auf eurem Rechner installiert wird, bitte die [http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=stepbystep-de#grundlagen]rocrail Doku; Grundagen[/url] benutzen

Wird Rocview nun am CLient-PC zum ersten mal geöffnet, startet im Hintergrund automatisch der localhost-Server
Image

Um sich überhaupt mit einem anderem als dem localhost-Server verbinden zu können, muss diese Verbindung zuerst getrennt werden.
Image

Ist der Server am Raspi noch nicht gestartet, muss dies nun nachgeholt werden.

Wie und "welcher" Server gestartet wird, hängt davon ab ob es nur einen Arbeitsbereich gibt, oder mehrere. Siehe 5.2.1
Für dieses Beispiel verwende ich den Arbeitsbereich /home/pi/rocrail/demo

Also wird der Server entweder mit
Code: Select all
/opt/rocrail/rocrail.sh -w /home/pi/rocrail/demo

oder wenn ein alias (5.2.2) angelegt wurde mit
Code: Select all
rocraildemo

gestartet

Nun muss in Rocview noch eingestellt werden, mit welchem Server es sich verbinden soll.
Image

Image

  • IP: Die IP-Adresse des Raspi im Netzwerk
  • Port: Standardmäßig ist dies 8051
  • Zugriffscode: Standardmäßig nicht eingerichtet; bleibt frei
  • Teil-Zugriffscode: Standardmäßig nicht eingerichtet; bleibt frei

Danach sollte sich der gewählte Plan öffnen und in der unteren Leiste EURE-IP:8051 stehen
Image
Image


WICHTIG!
Immer den Server mit "q" beenden und NICHT Rocview schließen. Nur dann werden alle Einstellungen und Daten korrekt gespeichert!!!!
Rocview wird bei Beenden des Servers automatisch geschlossen.



7.2 Einstellungen in Rocrail

Hinweis:
In diesem Abschnitt gehe ich nur auf jene Einstellungen ein, welche bei einem Raspi als Server notwendig sind.


Rocview Eigenschaften:
Image

Registerkarte Allgemein:
Image
  • Der Standard-Arbeitsbereich kann frei bleiben
  • Das Bilderverzeichnis erhält einen absoluten Pfad. In meinem Fall den des gemeinsamen Image-Ordners /home/pi/rocrail/images

Registerkarte SVG:
Image

Hier werden nur relative Pfade vergeben, also zum Beispiel "svg/themes/SpDrS60"


Rocrail Eigenschaften:
Image

Registerkarte Allgemein:
Image
  • Gleisplandatei: relativer Pfad
  • Blockbelegung: relativer Pfad
  • Lokomotive: relativer Pfad; OPTIONAL
  • Datensicherung: OPTIONAL
  • Unterstützungs-Schlüssel-Pfad: absoluter Pfad /opt/rocrail/lic.dat
  • Bildverzeichnis: absoluter Pfad; abhängig davon wo die Bilder gespeichert werden. Im Beispiel /home/pi/rocrail/images


Registerkarte Dienst:
Image

Es brauchen keine Einstellungen gemacht werden.
Hier ist aber der Standard-Port 8051 und die maximale Anzahl der Clients definiert.
Außerdem können hier ein Zugiffscode bzw. Teil-Zugriffscode vergeben werden.

WICHTIG!
Immer den Server mit "q" beenden und NICHT Rocview schließen. Nur dann werden alle Einstellungen und Daten korrekt gespeichert!!!!
Rocview wird bei Beenden des Servers automatisch geschlossen.




7.3 Zentrale verbinden (Beispiel BiDiB GBMboost

Hinweis:
Mir steht nur der BiDiB GBMboost als Zentrale zur Verfügung. Entsprechend ist das Beispiel darauf ausgelegt. Hinweise zu anderen Zentralen am Raspberry Pi 3 nehme ich gern per PN entgegen und werde sie bei Bedarf einpflegen


Grundsätzlich entspricht der Vorgang des Einrichtens einer Zentrale am Raspi dem wie es im WIKI; Anbindung der eigenen Zentrale beschrieben wird.

Einziger Unterschied ist die verwendete Schnittstelle.

Hinweis:
Die folgenden Schritte dienen nur dazu zu überprüfen ob die angeschlossene Zentrale am Raspi erkannt wird.


Im Fall des BiDiB GBMboost am Raspi ist keine Installation von Treibern notwendig. Um zu überprüfen ob er erkannt wurde gibt es verschiedenen Möglichkeiten. Zwei davon möchte ich hier zeigen.

Bei der ersten werden mit
Code: Select all
dmesg
alle angeschlossenen Geräte angezeigt. Hier sollte dann auch die angeschlossene Zentrale zu finden sein
Image
Image

Etwas komfortabler, weil übersichtlicher, ist es sich nur angeschlossene USB-Geräte anzeigen zu lassen
Code: Select all
dmesg | grep usb

Image
Image


Danach kann, wie im WIKI; Anbindung der eigenen Zentrale beschrieben, die eigene Zentrale eingerichtet werden. Lediglich die Bezeichnung der Schnittstelle weicht hier von der Anleitung ab.

Image

Bei mir war es jedoch so, dass beim Einrichten der Zentrale die verwendete Schnittstelle nicht verfügbar war (Dropdown-Feld leer).
Nachdem der Server neu gestartet wurde, konnte ich die Schnittstelle dann auswählen und speichern.



8 rocweb Zugriff einrichten

HINWEIS:
Dies ist eine Zugabe exklusiv für Unterstützer des Projekts, die über einen gültigen Unterstützungs-Schlüssel (support key) verfügen.
Ohne Schlüssel sind nach einem Server-Start 5 Minuten Demo-Betrieb verfügbar. (Vorsicht bei manuellem Betrieb.)


Mittels rocweb kann sowohl von einem Laptop/PC, als auch von einem mobilen Endgerät, z.B. einem Tablet, auf den rocrail-Server am Raspi zugegriffen werden, sofern diese die Systemvoraussetzungen erfüllen. Hierfür muss kein Rocview an einem Client laufen.
Das Endgerät von dem aus man sich mit dem Server verbinden will muss natürlich im selben Netzwerk wie der Raspi sein.

HINWEIS:
Beim Chrome-Browser unter Android gibt es Probleme mit dem WebSocket. Das kann dazu führen dass Befehle oft erst mit mehreren Sekunden Verzögerung ausgeführt werden. Ich empfehle daher die Verwendung eines alternativen Browsers aus dem App-Store. Getestet habe ich unter Android; Firefox, Opera Mini und Dolphin. Diese funktionieren einwandfrei.


Bevor per rocweb auf den Server zugegriffen werden kann, müssen in rocrail noch einige Einstellungen gemacht werden.

Rocview öffnen und dann <Datei> <Rocrail Eigenschaften...>

Hier den Reiter <RocWeb> öffnen
Image

Folgende Einträge müssen ergänzt werden:
  • Port: 8088
  • Pfad: /opt/rocrail/web
  • SVG Theme 1: /opt/rocrail/svg/themes/SpDrS60 notwendig
  • SVG Theme 2: /opt/rocrail/svg/themes/Accessories notwendig
  • SVG Theme 3-5: optional

Des weiteren MUSS im Reiter allgemein ein Bilderpfad angegeben sein der vom Server erreicht werden kann.
Die Einstellungen speichern und den Server neu starten.

Jetzt kann man sich von einem beliebigen Laptop/PC/Tablet mit dem Server verbinden.

Dazu den Browser öffnen und in der Adresszeile "IP-AdresseRaspi:8088" eingeben. Also in meinem Beispiel "192.168.8.103:8088"

Danach sollte sich die rocweb Oberfläche aufbauen.
Image
Image



9 androc Zugriff einrichten

HINWEIS:
Dies ist eine Zugabe exklusiv für Unterstützer des Projekts, die über einen gültigen Unterstützungs-Schlüssel (support key) verfügen.


androc kann über den Google App Store heruntergeladen werden.
Für die Verbindung zum Server werden die selben Einstellungen wie für den Client verwendet. Ist dieser eingerichtet, brauchen keine zusätzlichen Einstellungen gemacht werden.

Das mobile Endgerät mit androc und der Raspi müssen mit dem selben Netzwerk verbunden sein.

Um sich über androc mit dem Server zu verbinden, dieses einfach öffnen.
Im Einstellungsfenster werden die selben Einstellungen wie beim Client eingetragen:
Image
  • Host: IP-Adresse Raspberry, in diesem Beispiel 192.168.8.103
  • Port: 8051
  • Zugriffcode: nur wenn einer festgelegt wurde
  • Letzte Verbindung: Hier wird die letzte Verbindung gespeichert und kann im Dropdown Menü aufgerufen werden

Mit <Verbinden> wird die Verbindung zum Server hergestellt

Gleisplan:
Image

Lokmenü:
Image
Last edited by PhilipKlappacher on 12.09.2017, 14:09, edited 6 times in total.
PhilipKlappacher
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 15.0

Postby PhilipKlappacher » 17.03.2017, 07:53

Hallo zusammen,

die Anleitung ist soweit fertig.

Anregungen, Hinweise, Bitten, und Beschwerden nehme ich gerne hier oder als PN entgegen.
Diese werde ich bei Bedarf einpflegen.

LG

Philip
PhilipKlappacher
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 15.0

Postby GeSchu » 19.03.2017, 16:18

Moin Philip,
Respect! Du hast Dir sehr sehr viel Arbeit gemacht. Herrausgekommen ist eine Anleitung, die es nach einem ersten Überlesen durch mit, an nichts fehlen lässt. Sicherlich meiner Meinung nach ein wenig LINUX lastig. Jaja, ich weiß. Wir werden sehen, wie der Anwender damit umgehen wird.
Aber vielleicht ist diese Anleitung gerade deswegen eine große Hilfe für alle diejenigen, die sich bis jetzt noch nicht mit einer Komplett Installation beschäftigen wollten, weil genau so eine Anleitung an einer Stelle fehlte.
Hast Du geplant, ein Druckbares pdf zur Verfügung zu stellen? Zum papierfreien lesen gibt es ja auch einige unterschiedlich Auffassungen. Ich liebe Papier, weil ich dort eigene Notizen beischreiben kann.

PhilipKlappacher wrote:Hallo zusammen,

die Anleitung ist soweit fertig.

Anregungen, Hinweise, Bitten, und Beschwerden nehme ich gerne hier oder als PN entgegen.
Diese werde ich bei Bedarf einpflegen.

LG

Philip

Hut ab .....
Gruß
Gerd(GeSchu)
Anlage 1 : H0 C-Gleis; Tams MC; Tams B-2; Tams S88-3; Tams WD-34/Esu SwitchPilot
Server : rocrail auf raspberry/Debian stretch Client : OS X high Sierra / UBUNTU 16.04 .
Werkstatt : H0 C-Gleis; rocrail Softwarezentrale dcc32; DELTA 6604
GeSchu
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 15.0

Postby GeSchu » 19.03.2017, 17:02

Moin Philip,
für den Abschnitt 4.1.3 "direkter Download" habe ich eine Idee, die bewirkt, das der Befehlszeilenbandwurm wget ....... nicht immer wieder neu eingetippt werden muss. Es handelt sich dabei um das folgende Script, welches man in ein Verzeichniss seiner Wahl mit dem Namen rr-install.sh ablegt. Das Script holt, installiert eine neue Version der rocrail Software und startet den Deamon dann neu. Funktioniert auf wheezy einwandfrei, jedoch ohne jede Garantie.
Ich empfehle für eigene Scripte immer ein Verzeichniss bin ins Home Verzeichniss zu legen. Das geschieht mit
Code: Select all
 
cd
mkdir  bin

Für eigene Konfigurationen sollte es ein Verzeichniss etc geben, also
Code: Select all
mkdir  etc

damit man weiß, wofür die Konfigurationen sind, unterteile ich etc mit entsprechenden Unterverzeichnissen. Für rocrail also noch ein:
Code: Select all
mkdir -p etc/rocrail

damit das folgende Script läuft, muss es eine Textdatei etc/rocrail/rr-version,txt geben. Diese enthält immer die Versionsnummer der letztlich installierten Version. Bei Neuanlage dieser Datei kann so vorgegangen werden:
Code: Select all
 
cd etc/rocrail
echo 00000 >  rr-version.txt
cd
 

Die Version ist jetzt mit 00000 vorbelegt.
Hier nun das Script:
Code: Select all
#!/bin/bash
# author : GeSchu
# desc   : gets from Downloadarea a new version of rocrail software for raspberry Debian LINUX
#          and installs it
# version : 19.3.2017

# test auf Input Parameter
if [ -z "$1" ]
          then
                      echo "Bitte die Version angeben"
                          echo "Starten mit:"
                          echo ${0}" <Version>"
                          exit
                  fi
# Parameter in Variable
# Version der zu installierenden Sopftware

VERSION=$1
# Wo komme ich her Pfad sichern
COMEFROM=$(pwd)
HOME_PWD="/home/pi"
ETC_PWD=${HOME_PWD}"/etc/rocrail"
OLD_VERSION=$( cat ${ETC_PWD}/rr-version.txt )
#FNS = First Name of Server - erster Teil des Namens der Software
FNS="rocrail-"
#SNS = second name of server - zweiter Teil des Namens der Software
#SNS="-raspbian-armhf"
SNS="-linuxarmhf-wx3.0-armhf"
# testen, ob Version bereits installiert wurde
# wenn ja, dann Abbruch
if [ ${VERSION} -eq ${OLD_VERSION} ]
        then
                echo ${0} " kann nicht arbeiten, weil ..."
                echo "rocrail Version ${VERSION} ist bereits installiert"
                echo "Script wird abgebrochen ...."
                exit
        fi
# Zum Download Verzeichniss
GOTODIR=${HOME_PWD}"/Downloads"
cd ${GOTODIR}
# hole rocrail-server build
# Namenstruktur wurde geändert
# Der pfad zum versionsstand diesen Scriptes lautet:
# wget https://launchpad.net/rocrail/sunrise/2.0/+download/rocrail-xxxxx-linuxarmhf-wx3.0-armhf.deb
wget https://launchpad.net/rocrail/sunrise/2.0/+download/${FNS}${VERSION}${SNS}.deb

# stoppe service rocraild
sudo service rocraild stop
# install software
sudo dpkg -i ${FNS}${VERSION}${SNS}.deb
# starte service rocraild
sudo service rocraild start
# Neue Version-Nummer speichern
echo ${VERSION} > ${ETC_PWD}/rr-version.txt
cd ${COMEFROM}
echo "fertich ....."
# -= EOF =-

Aufgerufen wird das ganze mit

Code: Select all
bin/rr-install.sh <version>

<version> ist durch die zu installierende Versionsnummer zu ersetzen.

have fun
Gerd(GeSchu)
Anlage 1 : H0 C-Gleis; Tams MC; Tams B-2; Tams S88-3; Tams WD-34/Esu SwitchPilot
Server : rocrail auf raspberry/Debian stretch Client : OS X high Sierra / UBUNTU 16.04 .
Werkstatt : H0 C-Gleis; rocrail Softwarezentrale dcc32; DELTA 6604
GeSchu
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 15.0

Postby PhilipKlappacher » 20.03.2017, 09:23

Hallo Gerd,

danke für den Hinweis.
Ich werde das mit der nächsten Version testen.

LG

Philip
PhilipKlappacher
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 24.0

Postby PhilipKlappacher » 24.03.2017, 10:29

Hallo zusammen,

ich habe in Teil2 die Punkte
    [4.3] Download und Installation mit Skript
    [4.4] Update von Rocrail
eingefügt.

Danke nochmal an Gerd (GeSchu) für den Hinweis mit dem Skript.
Es wurde in einigen Punkten an Jessie angepasst und, um eine Abfrage ob vor der Installation ein Update&Upgrade des Raspberry's durchgeführt werden soll, ergänzt.

LG

Philip
PhilipKlappacher
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 10.0

Postby PhilipKlappacher » 10.04.2017, 12:47

Hallo,

nach einem Hinweis von Guido wurde Teil1, Punkt 7 "XRDP" ergänzt.

Dabei geht es um die Verwendung von tightVNC anstatt RealVNC um die Inkompatibilität mit XRDP zu umgehen.

LG

Philip
PhilipKlappacher
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 10.0

Postby UZi » 22.04.2017, 14:57

Hallo, Philip,

gute Anleitung, zu der ich auch noch meine 50 Cent beisteuern möchte.

Bei der Installation von Raspian im Punkt 5.2 kannst du auch, statt lange nach der IP-Adresse zu suchen, dich in PuTTY direkt über den Rechnernamen "raspberrypi" verbinden. IP-Adressen können sich ändern, der Name sollte es nicht.

Im Punkt 6 sagst du, dass es zum sofortigen Herunterfahren den Befehl sudo shutdown -h now gibt. Das ist korrekt, kürzer geht es auch: sudo halt

Habe mittels deiner Anleitung übrigens eine RasPi 2 Model B aufgesetzt.

Liebe Grüße
Ulf!
UZi
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 10.0

Postby peter&basti » 27.04.2017, 21:15

Hallo Raspianer,

ich scheitere gerade an: sudo apt-get install wxgtk3.0-dev, der Installation von wx Widgets.

Mein Raspi 3 hat keine Internetverbindung und sucht bei diesem Installationsversuch unter http:/mirrordirector.raspian.org/debian/ und so weiter.
Wie kann ich dem Raspi dieses Installationspaket lokal unterjubeln?

Ich finde das weder in der Beschreibung von Johannes, noch in der Beschreibung von Philipp
Liebe Grüße / best regards
Peter


System: DCC 2-Leiter H0, Rocrail 64bit auf Win10 Pro 64
Traktion: OpenDCC GBM
Fahrweg: RocNetNode & GCA PI01/2/3, GCA41/Arduino RFID, GCA145 Drehscheibe, etc.
Decoder: 99% Zimo
Experimentell: MQTT & Node-Red
peter&basti
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 10.0

Postby UZi » 27.04.2017, 21:27

Hallo, Peter,

dann musst du dir das Paket besorgen (zum Beispiel unter einer der von dir angegebenen Adressen) und mittels SFTP auf deinen RasPi übertragen. Dann sollte es auch ein
Code: Select all
sudo dpkg -i wxgtk3.0-dev.deb
tun.

Liebe Grüße
UZi!
UZi
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 10.0

Postby peter&basti » 27.04.2017, 22:18

Servus UZi,

das Problem ist nur wenn ich das Ziel aus dem Raspi abtippe, komme ich auf eine Fake Seite mit Werbelinks....
Liebe Grüße / best regards
Peter


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Fahrweg: RocNetNode & GCA PI01/2/3, GCA41/Arduino RFID, GCA145 Drehscheibe, etc.
Decoder: 99% Zimo
Experimentell: MQTT & Node-Red
peter&basti
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 10.0

Postby peter&basti » 27.04.2017, 22:37

Habe das Problem gelöst, einfach Raspi mit dem Internet verbunden.....
Liebe Grüße / best regards
Peter


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Fahrweg: RocNetNode & GCA PI01/2/3, GCA41/Arduino RFID, GCA145 Drehscheibe, etc.
Decoder: 99% Zimo
Experimentell: MQTT & Node-Red
peter&basti
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 10.0

Postby Pirat-Kapitan » 27.04.2017, 23:23

Moin Peter,
eine komplett internetlose Installation des RasPi ist nicht Gegenstand meiner Anleitung. Das werde ich auch nicht ändern.

Schöne Grüße
Johannes
Clearasilfahrer auf Spur G&H0m, Lenz LZV (3.6), ORD-20, Manhart-Funki und WLM, RS-Bus Rückmelder (Reedkontakte/GBM),
Rocrail auf RasPi mit mobilen Geräten (andRoc). Details auf http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=use ... at-kapitan.
Pirat-Kapitan
 

Re: Aufsetzen RaspberryPI3 und Installation von rocrail 10.0

Postby peter&basti » 27.04.2017, 23:35

Hallo Johannes,

meine aktuelle Erfahrung: es geht eigentlich eh alles offline außer diese Widgets Bibliothek.

Jessie - Image auf die Karte kopieren und fertig
Rocrail - auf die Karte kopieren und installieren
meine speziellen Display-Treiber - auf die Karte kopieren und installieren

Das Ergebnis kannst Du dir morgen (=Samstag) in Speyer ansehen ... :wink:
Liebe Grüße / best regards
Peter


System: DCC 2-Leiter H0, Rocrail 64bit auf Win10 Pro 64
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peter&basti
 

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