Erfahrungen mit SD-Karten

Erfahrungen mit SD-Karten

Postby UZi » 23.04.2017, 14:13

Hallo zusammen,

aufgrund dessen, dass die SD-Karte der Schwachpunkt an den RasPis ist, mache ich auf Robs Vorschlag mal ein neues Thema auf.

Mir ist gestern eine Samsung SDHC 16GB EVO UHS-I Grade 1 Class 10 abgeraucht. Nicht so, dass das System nicht mehr hochfährt, aber doch so, dass USB-Geräte auf einmal in einem ganz anderen Pfad auftauchten und nicht mehr ansprechbar waren.

Liebe Grüße
Ulf!
UZi
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby dgeffe » 23.04.2017, 14:41

Hallo Ulf

Welchen Raspi hast Du ?

Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht indem ich mein Raspi nur noch mit USB-Stick betreibe. Geht mit dem Raspi 3 ohne Probleme. Ich selber habe einen Raspberry Pi 2 Model B 1GB auch bei diesem geht es mit einem kleinen Trick ohne Probleme. Auch wenn der Pi kein USB3 hat geht es mit einem USB3 Stick recht flott zur Sache.


Gruß Dirk
[ Windows 10 ] [Raspberry 2 als Server ][GBMBoost] [2x GBM16T] [ Digikeijs DR4088xx, DR4018, DR4024 ] [ Qdecoder ]
dgeffe
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby UZi » 23.04.2017, 14:52

Hallo, Dirk,

ich habe eine RasPi 2 Model B.

Sind USB-Sticks nicht genauso fehleranfällig wie SD-Karten?

Liebe Grüße
Ulf!
UZi
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby dgeffe » 23.04.2017, 15:19

Hi Ulf

Ja/nein Auf jedenfall nicht so teuer. Ich habe zwei Sticks im Einsatz. Einer immer mit ein 1zu1 Backup das schnell mit SD-Cart Kopie unter Raspi an erstellt ist.
USB hat schon seine Vorteile.
Ist eben alles Ansichtssache.
Habe solange wie ich USB verwende keine Probleme mehr gehabt.

Gruß Dirk
[ Windows 10 ] [Raspberry 2 als Server ][GBMBoost] [2x GBM16T] [ Digikeijs DR4088xx, DR4018, DR4024 ] [ Qdecoder ]
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Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby Pirat-Kapitan » 23.04.2017, 16:14

Moin,
ich bitte den Formfaktor zu bedenken.
Während der RasPi 1 noch eine "normale" SD-Karte hatte, die weit über das Gehäuse herausragte und damit potentiell abbruchgefährdet war, verschwindet die Micro-SD-Karte beim RasPi 2 und 3 komplett im Gehäuse und ist damit geschützt. Ein USB-Stick steht immer aus dem Gehäuse hervor und sollte daher beim Transport demontiert werden. Meist ist für das Wiedereinsetzen eine Suchaktion erforderlich.
4 USB-Ports sind ja beim RasPi 2 und 3 Standard. 2 davon werden durch meine beiden Zentralen, die über USB angesprochen werden, belegt; Nummer 3 und 4 belegen Tastatur und Maus. Also brauche ich jetzt für die Lösung OS auf USB einen USB-Hub am RasPi.

Raspis habe ich seit November 2012, mittlerweile durften das inclusive der von mir betreuten RasPis deutlich über 20 Stück sein, die alle noch im Einsatz sind (auch der von 2012 !). Probleme mit SD-Karten hatte ich in dieser ganzen Zeit nur bei einer (1) Karte, die nicht mehr wollte. USB-Sticks habe ich in diesem Zeitraum deutlich mehr wegen Dienstverweigerung ausgesondert.

Natürlich habe ich immer von jeder Installation ein Backup (zumindest eine entsprechende Datensicherung), so dass ich eine beschädigte SD-Karte jederzeit mit wenig Aufwand wieder erneuern könnte.

Also, ich persönlich bleibe lieber bei SD-Karten, auch wenn dieses Thema immer mal wieder in den einschlägigen Foren hochkommt.

Schöne Grüße
Johannes
Clearasilfahrer auf Spur G&H0m, Lenz LZV (3.6), ORD-20, Manhart-Funki und WLM, RS-Bus Rückmelder (Reedkontakte/GBM),
Rocrail auf RasPi mit mobilen Geräten (andRoc). Details auf http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=use ... at-kapitan.
Pirat-Kapitan
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby StefanF. » 24.04.2017, 07:07

Hallo,
sehe ich genauso, wie Johannes. Wenn einem die SD-Karten nicht sicher genug erscheinen, weil immer wieder davon berichtet wird, dass diese nicht sehr schreibstabil sind, kann man ja die im ständigen Schreibzugriff befindlichen Daten auch in eine RAMDISK schreiben. Hat nur nichts mit Rocrail zu tun.
Mir fällt jetzt nur die nohup.out und die occ.xml ein, die ständig im Schreibzugriff sind. Tracedateien braucht man eh nicht, wenn die Anlage läuft. Also garnicht erst anlegen lassen.
Beste Grüße
Stefan
=========================
Zentrale: OpenDCC Z1 und 2 Booster: OpenDCC - Booster2
Loconet MGV85, 50, 93,76,77,136
Rechner: Kubuntu14.04 auf 2*Core i3 (3Monitore) 6GBRAM
=========================
StefanF.
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby rjversluis » 24.04.2017, 07:12

Hi Stefan,

wenn der Rocrail Server stabil läuft kann man auch auf der occ.xml verzichten und im RAMDisk schreiben lassen.
Und der nohup.out kann man im device null schreiben lassen.
Best Regards, Rob.
:!: PS: Do not forget to attach the usual files.
:!: PS: Nicht vergessen die übliche Dateien an zu hängen.
[ macOS - Linux] - [ N: CBus - CAN-GCA ] - [ 0: RocNetNode - GCA-Pi ]
rjversluis
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Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby AndKie » 24.04.2017, 10:02

Hallo Leute,

ich habe diese Diskussion hier aufmerksam verfolgt, meine Himbeeren laufen mit, SanDisk Ultra Karten 16GB, absolut ohne Probleme, aber man sollte die Himbeere sauber hochfahren lassen und dann die Dienste erst starten und ebenso bei Beenden die Dienste wieder stoppen und sauber herunterfahren, sonst könnten durchaus mal Effekte auftreten.

Gruß
Andreas
OpenSuse Leap 15.0, H0, DR5000, RaspberryPi III, - I2C Bus
AndKie
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby GeSchu » 18.05.2017, 13:38

Moin zusammen,
meinen rocrail-raspberry betreibe mit einer "Transcend microSD 8GB". Nach 4 Jahren intensiven Nutzens, d.h. der raspi wird entgegen aller Gepflogenheit regelmäßig heruntergefahren und ausgeschaltet, hat die erste jetzt das Zeitliche gesegnet. Ich habe die durch eine des gleichen Fabrikates ersetzt.
Für andere Zwecke habe ich hier im Haus noch weitere raspberrys in Betrieb. Die werden allerdings nicht regelmäßig neu gebootet. Es sind die gleichen Karten verbaut. Teilweise sind bei den Dingern die Home und tmp Verzeichnisse auf externe HDD ausgelagert.
Gruß
Gerd(GeSchu)
Anlage 1 : H0 C-Gleis; Tams MC; Tams B-2; Tams S88-3; Tams WD-34/Esu SwitchPilot
Server : rocrail auf raspberry/Debian stretch Client : OS X high Sierra / UBUNTU 16.04 .
Werkstatt : H0 C-Gleis; rocrail Softwarezentrale dcc32; DELTA 6604
GeSchu
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby Nero72 » 05.02.2018, 21:58

Ich habe einen Transcend USB Stick seit 2011 an einer FritzBox als Datenlogger für meine PV-Anlage im 24h Modus betrieben. Sehr problemlos, bis Mitte 2016 der Totalausfall kam. Glücklicherweise habe ich vom Logger die Daten ins www gespiegelt, dummerweise fehlen mir heute ein paar Daten zur Reproduktion.

Egal ob SD/MicroSD oder USB. Dieses sind alle nichtflüchtige Speicher deren Bausteine irgendwann das zeitliche segnen werden. Billigstkomponenten würde ich keinen Meter trauen, die Qualität aber auch nicht nur vom Preis abhängig machen. Die regelmässige Sicherung halte ich immer noch für am Sinnvollsten.

Ich betreibe selbst Rocrail mittels Raspberry 3 und micro SD Karte. Warum bei mir SD Card Copier nicht funktioniert habe ich bisher noch nicht lösen können. So weit ich das verstanden habe braucht der Raspberry dazu einen Cardreader mit (micro)SD Karte oder einen USB Stick an einem Port. Beides hatte keinen positiven Effekt....

Also Raspberry runterfahren, Karte raus und mit DiskImager ein Image auf dem NAS ablegen... Reminder in Thunderbird wirkt dabei Wunder....

Uwe
TamsMC, Magnetartikeldecoder Tams WD1, S88 Rücker Tams + Heise mit GBM, Märklin M-Gleise, Raspberry Pi3 mit Rocrail
Nero72
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby rjversluis » 05.02.2018, 22:04

Hi Uwe,

ich würde nur Benutzerdaten im NAS speichern, so wie die Rocrail Workspaces. (Mittels Export.)
Raspbian auf ein neue SD-Karte installieren ist schneller dann ein 16GB Image kopieren auf ein SD-Karte.
Best Regards, Rob.
:!: PS: Do not forget to attach the usual files.
:!: PS: Nicht vergessen die übliche Dateien an zu hängen.
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Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby Pirat-Kapitan » 05.02.2018, 22:19

Moin,
ich wäre vielleicht noch ein wenig radikaler:
was ist denn überhaupt für die Datensicherung wirklich interessant:
- Unterstützungsschlüssel
- Gleisplan
- Lokdatei
- Lok- und Wagenbilder
- externe Scriptdatei(en).
Alles andere incl. rocrail.ini und rocview.ini habe ich relativ schnell wieder neu konfiguriert, die beiden *.ini-Dateien sind zudem Rechner- bzw. Betriebssystemabhängig.

Also brauche ich nur die 4 oben genannten Dateien sichern und dass nach jeder Bearbeitungsänderung. Eine Sicherung nach jedem Betriebsende käme allenfalls in Betracht, wenn ich den aktuellen Standort des Rollmaterials mit protokollieren muss.

So eine Sicherung geht bei mir über SSH/SFTP, da brauche ich keine Karte aus einem RasPi auszubauen.

Schöne Grüße
Johannes
Clearasilfahrer auf Spur G&H0m, Lenz LZV (3.6), ORD-20, Manhart-Funki und WLM, RS-Bus Rückmelder (Reedkontakte/GBM),
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Pirat-Kapitan
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby cds » 06.02.2018, 07:50

Hallo Johannes!

Ggfs. selbst erstellte svg-Dateien sollten auch gesichert werden.
Beste Grüße/Kind regards
Claus

M* H0 M
HW: TAMS MC, B-2 & B-4, WD-34, VIESSMANN 5211(1), LITTFINSKY & TAMS S88-3
Decoder: Mä & TAMS (MM2)
SW: Win7 64, RR 64, andRoc
cds
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby Pirat-Kapitan » 06.02.2018, 11:18

Moin Claus,
dann sollte ich vielleicht etwas präzisieren:
- selbst erstelle Dateien wie Stylesheets und SVGs würde ich NICHT im "laufenden Backup" sichern sondern die liegen in der eigenen Rocrail-Historienablage.
Da gehört eigentlich auch der Schlüssel hin. Über die Scriptdateien kann man unterschiedlicher Meinung sein, je nach dem, wie man sie erstellt. Da ich diese nur im Rocrail-Arbeitsbereich erstelle, gehören sie bei mir zum Umfang des "laufenden Backups".
- Lok- und Wagenbilder sind unter diesem Aspekt auch nicht Umfang des "laufenden Backups", weil ich diese nach der Erstellung zusammen mit den Rollmaterialdaten sichere.

Damit schrumpft der Kernsicherungsbereich auf:
- Gleisplan
- wenn verwendet: Lokdatei
- wenn verwendet: externe Scriptdatei(en).

Schöne Grüße
Johannes
Clearasilfahrer auf Spur G&H0m, Lenz LZV (3.6), ORD-20, Manhart-Funki und WLM, RS-Bus Rückmelder (Reedkontakte/GBM),
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Pirat-Kapitan
 

Re: Erfahrungen mit SD-Karten

Postby BR615 » 22.05.2018, 11:06

Hi,

meine Erfahrung ist, dass man den USB Stick als Backport benutzen sollte und den Raspi mit der SD Karte betreiben sollte. Gute SD Karten halten lange genug. Und wer das Ganze nicht möchte, der kann sich eine kleine preiswerte Erweiterungsplatine für eine SSD Speicherfestplatte kaufen. Die SSD Karten gibt es als Second Hand Karten im Neuzustand bei Fachhändlern vor Ort. Ursache ist, dass laut einem Medienbericht des "Computer Clubs 2" viele Laptop und Notebook Besitzer sich oft gleich Größere einbauen lassen. Händler verkaufen dann die ausgebauten ungenutzten oft sehr günstig weiter. Allerdings muss man sich vorher eine Bescheinigung vom Händler geben lassen (Ausdruck der Hardwaredaten der SSD).

Gewusst wie.

Grüße.

Frank
US Güterzüge, EU Mischzüge, KATO StraBa, Spur N, Rocrail mit Digikeijs DR5000, RM: DR4088RB-CS, LDT u. Digitrax Wei-Decoder, Kehrschleife LDT KSM / TAMS KSM-2, KATO Unitr. Gleis, Windows 10, Linux Mint Cinn. 19.0, Raspbian Stretch OS
BR615
 


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