wo Gleise trennen

wo Gleise trennen

Postby EnnoL » 05.03.2018, 18:18

Hallo Forum,
ich bin neu bei RR, habe bisher mit TC getestet und habe das Gefühl, dass mir RR mehr bieten kann.
Nun zu meiner Frage, die bestimmt schon gestellt wurde, ich aber bisher nicht gefunden habe:
Ich will RR auf einer Teststrecke, Oval mit einem zweiten Bahnhofsgleis, ausprobieren.
Das Bahnhofsgleis ist 100 cm lang, ich will 2 Rückmelder einbauen (LR101 von LENZ), wo muss ich das Gleis aufschneiden ?
Gibt es da eine Faustregel ? Ich weiß es gibt verschiedene Rückmeldermöglichkeiten, ich will aber mit den LR anfangen (enter und in), da ich sie noch rumliegen habe.
Gruß
Enno


stationäre Modulanlage in N
Steuerung über LZV100
EnnoL
 

Re: wo Gleise trennen

Postby smitt48 » 05.03.2018, 18:57

Hi Enno,

Die Melder sind etwa 20 cm (für H0) von den Enden des Blocks entfernt angeordnet. Sie werden ein wenig mit Ihren Zügen experimentieren müssen, da dies auch von der Geschwindigkeit des Zuges in diesem Block abhängt. Fuer N sollte 10 cm reichen.

mfg Tom
Kind regards,
Tom Smit
Kralendijk, Bonaire - Dutch Caribbean

Märklin M & K-rails with ECoS2 (4.2.4) - Win10
RoSoft: S88n & WDD switch & SDD signal decoders
Display: Tri-ang from 1950's, Märklin from early 1960's
In build phase
smitt48
 

Re: wo Gleise trennen

Postby Pirat-Kapitan » 05.03.2018, 20:45

Moin Enno,
LR101 ist das Rückmeldemodul mit 8 Eingängen, dass die Rückmeldungen auf den RS-Bus umsetzt.
Die Eingänge des LR101 können aber nicht direkt ans Gleis angeschlossen werden, entweder schließt Du da Reedkontakte oder Hallsensoren an oder Du nimmst ein LB101, das Du direkt ans Gleis anschließen kannst (Gleisbesetztmedlung) und schließt das LB101 dann an den LR101 an.
Quelle: http://www.lenz-elektronik.de/digitalplus-melden.php
Soweit die Hardwareseite der Rückmeldung. Diese Gleisbesetztmeldung kannst Du Dir auch selber bauen (habe ich gerade bei meiner Bemo genacht), damit sparst Du das LB101. Den LR101 brauchst Du aber immer.
Wenn das Bahnhofsgleis 100cm lang ist, ist das dann so, dass der Zug am Ende dieser 100cm steht und vor der Lok noch genügend Platz für eine Aus-7Einfahrt zum/vom Nebengleis ist? Dann wäre das dein äußerster Haltepunkt. Ich ziehe davon noch einmal eine Gleislänge (16cm) ab und komme damit auf Position 84cm als Punkt, wo die Lok normalerweise im Automatikbetrieb zum Stehen kommen soll. Diese Gleislänge ist meine "Reserve" für event. Ungenauigkeiten beim Einhalten.
BBT verwende ich (noch) nicht, damit bremst meine Lok bei Erreichen des ENTER auf Vmin ab (das ist eine Blockeigenschaftseinstellung). Von Vmin bis zum halten haben meine Loks eine Bremsverzögerung im Decoder eingestellt von ca. 1 Gleislänge (16cm), so dass mein IN Kontakt bei 68cm beginnt.
Diese eingestellte Decoder-Bremsverzögerung bedeutet 2 Gleislängen (32cm) von Vmid bis Vmin, wenn die Lok mit Vmid in den Block einfährt, reicht also der ENTER ab 34cm Gleislänge. (Ich habe dazu einen Geschwindigkeitsreduzierblock vor dem Bahnhofsblock, der die Vreise der Streckenfahrt auf Vmin (bis zum ENTER) reduziert. (meine Bahnhöfe sind Kopfbahnhöfe ohne jegliche Auslaufmöglichkeit.) Wenn ich aus Vreise auf Vmin im Bahnhofsblock reduzieren müsste, wäre der Beginn des ENTER vermutlich bei 0cm Streckenlänge, getestet habe ich das noch nicht.

Dazu fahre ich alle Loks so ein, dass mit der eingestellten Bresverzögerung von Vmid auf Vmin innerhalb des Blockes sicher abgebremst wird und nach Erreicheen des IN die Lok spätestens (aber möglichst auch nicht viel früher) nach der einen Gleislänge zum Stehen kommt.

So, das war eine etwas umfassende Antwort, weil ich auch noch meine Vorgehensweise mit Begründung erläutert habe.
das Ganze ist natürlich im Moment nur aus einer Richtung betrachtet, für die Gegenrichtung bitte umdrehen.
Meine Schnitte für N wären also: bei 100cm, bei 80cm (zwischen 100 und 80cm der IN), bei 20cm (zwischen 80 und 20cm der ENTER) und, für die Gegenrichtung, bei 0cm (zwischen 20 und 0cm der IN für die Gegenrichtung.

Schöne Grüße
johannes
Clearasilfahrer auf Spur G&H0m, Lenz LZV (3.6), ORD-20, Manhart-Funki und WLM, RS-Bus Rückmelder (Reedkontakte/GBM),
Rocrail auf RasPi mit mobilen Geräten (andRoc). Details auf http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=use ... at-kapitan.
Pirat-Kapitan
 

Re: wo Gleise trennen

Postby EnnoL » 05.03.2018, 22:10

Super, dass sind die Antworten, die ich gesucht habe. Dann werde ich mich mal am mein Testgleis machen
Gruß
Enno


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Re: wo Gleise trennen

Postby Arpke » 03.05.2018, 12:13

Hallo,

ich habe es anders als Johannes gemacht.

Ich verwende ein komplettes C-Gleis sowohl als Kurvengleis als auch als Gerade für Kontaktgleise. Die geraden Gleise sind 172 mm lang.
Bei dem Loks ist in Rocrail BBT aktiviert.
Die Anfahr- und Bremsverzögerung ABV der Lok-Dekoder ist deaktiviert.
Zwischen der Rückmeldung von ENTER und IN habe ich zum Teil nur 40 - 50 cm Abstand.
Die Loks kommen (fast) alle auf dem Kontaktgleis zum Stehen. In der Regel nach wenigen Zentimetern, wenn die ENTER Rückmeldung Rocrail erreicht.
BBT regelt sauber die Geschwindigkeit von ENTER nach IN herunter.
2 Loks von ca. 10 haben Probleme bereitet:
- Eine BR39 von Fleischmann. Hier habe ich die BBT-Parameter in Rocrail von Hand angepasst und jetzt geht es bei der auch.
- Eine DB 216 von Märklin (Delta) überläuft das Kontaktgleis auch mit BBT komplett - dieses Problem habe ich ohne Untersuchung zurückgestellt. Darum kümmere ich mich später.

In meiner ersten Bahn hatte ich nach dem Kontaktgleis noch ein Gleis bis zum absolut notwendigen Haltepunkt (z.B. einer Weiche) - das reichte dann immer auch ohne BBT aber mit ggf. abgeschaltetem ABV.
Ich habe dann aber in einem Rocrail-Forum-Eintrag gelesen, dass ein Rocrailer geschrieben hat, dass man mit BBT und ggf. angepassten Einstellungen auf wenige Zentimeter genau halten kann.
Daher habe ich bei meiner aktuellen Bahn das Kontaktgleis als absolut letztes Haltegleis gebaut und bis jetzt funktioniert das auch.

PS: Ich habe noch nie die CV-Parameter für Anfahren bzw. Abbremsen eines Lokdekoders geändert.

PS zum 2.:
Ausprobiert habe ich das mit einem H0-Gleisoval ca. 1 m x 1,5 m mit 4 Blöcken und einem Überholgleis mit 2 Blöcken zwischen den Weichen - alles Märklin C-Gleis.
Gleichzeitig fuhren 3 Lokomotiven, davon eine entgegen der Fahrtrichtung der anderen zwei.
Es war schon witzig, wie Rocrail die Loks gesteuert hat.
Und es kostete am Anfang Nerven, wenn 2 Loks sich entgegenkommen und man darauf hoffte, dass eine vor der Weiche noch stoppt und die andere an dieser Lok vorbeikommt.
Probiere es einfach einmal aus. Ich habe das fliegend in 2 Stunden zusammengebaut und dann mit Rocrail getestet.
Es ist dann kein Hexenwerk die Parameter bei den Blöcken und Loks in Rocrail einzustellen.

Gruß
Norbert
MM, Maerklin 6021 and 6051, *** new 12/2016 tams RedBox, Tams decoders for switches and locos and for s88, computer: Lubuntu AMD/Intel CPUs and ARM CPU: Odroid U3
Arpke
 

Re: wo Gleise trennen

Postby GeSchu » 04.05.2018, 11:34

Moin Enno,
meine Vorgehensweise entspricht weitesgehend der, die auch Norbert nutzt. Noch nie habe ich ein Gleis durch sägen getrennt. Allerdings habe ich schon hin und wieder an den CV'en der Lokdecoder geschraubt. Diese Einstellung sollten schon so stimmig sein, das Züge auch ohne z.B. BBT am IN korrekt halten. Warum? In Blöcken auf freier Strecke nutze ich kein BBT.
Teilweise nutze ich Lichtschranken. Warum? Ich wollte es einfach mal probieren. Die werden jetzt meist dort eingesetzt, wo ich Entkupplungsgleise eingebaut habe.
Ansonsten : 1 Stück C-Gleis 20172 als Kontaktgleis und gut is. Ach ja: Zwischen zwei Kontakgleisen sollte ein Zug, möglichst der längste passen. Beware the word : möglichst.
Gruß
Gerd(GeSchu)
Anlage 1 : H0 C-Gleis; Tams MC; Tams B-2; Tams S88-3; Tams WD-34/Esu SwitchPilot
Server : rocrail auf raspberry/Debian stretch Client : OS X high Sierra / UBUNTU 16.04 .
Werkstatt : H0 C-Gleis; rocrail Softwarezentrale dcc32; DELTA 6604
GeSchu
 

Re: wo Gleise trennen

Postby Pirat-Kapitan » 04.05.2018, 12:00

Moin,
vielleicht noch ein kleiner Hinweis, warum ich für Gleistrennungen säge und andere nicht:
ich verwende Flexgleise von knapp 1 Meter Länge, da ist mit den von Gerd und Norbert angeführten Trennstellen an den Gleisverbindungen bei einer Blocklänge (insgesamt) von unter 80 cm nichts zu machen, zumindest habe ich dafür keine Lösung gefunden.
Bei Industriegleisen von 166mm Länge würde ich auch die Methode der Gleistrennung an den Gleisverbindern wähnen.

Schöne Grüße
Johannes
Clearasilfahrer auf Spur G&H0m, Lenz LZV (3.6), ORD-20, Manhart-Funki und WLM, RS-Bus Rückmelder (Reedkontakte/GBM),
Rocrail auf RasPi mit mobilen Geräten (andRoc). Details auf http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=use ... at-kapitan.
Pirat-Kapitan
 


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