enter2in: Vorschlag für ausführliches Beispiel

richbert
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Re: enter2in: Vorschlag für ausführliches Beispiel

Post by richbert » 29.01.2019, 21:30

Zusatzoption 4 (nur für Fahrpläne)
Für den Betrieb mit Fahrplänen steht eine weitere Möglichkeit zur Verfügung den Haltepunkt in einem Block, abweichend von den oben beschriebenen Möglichkeiten zu setzen.

Fahrplan.JPG
Je Haltepunkt im Fahrplan besteht die Möglichkeit mit dem Wert „IN-Verzögerung“ einen nur für diesen Block in diesem Fahrplan gültigen Zeitgeber einzustellen.
Dadurch können für Fahrpläne individuelle Haltepunkte in Blöcken realisiert werden.


Soweit zu den benötigten Konfigurationspunkten.
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richbert
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Re: enter2in: Vorschlag für ausführliches Beispiel

Post by richbert » 29.01.2019, 21:32

Methode um die Gesamtanlage zu konfigurieren

Um nun passende Haltepunkte für alle Loks in allen Blöcken zu konfigurieren kann folgende Methode verwendet werden:

Schritt 1) Konfiguration der Ereignis-Zeitgeber auf einen guten Mittelwert.

Eine mittelmäßig schnell fahrende Lok wird als Referenzlok ausgewählt und auf die Anlage gestellt.
Mit ihr wird im Automatikbetrieb per Drag&Drop jeder Block der Anlage angefahren und über den Zeitgeber in den Blockfahrstrassen ein passender Haltepunkt eingestellt.
Fährt die Lok zu wenig weit in den Block ein wird der Zeitgeber erhöht, fährt die Lok zu weit in den Block ein, wird der Zeitgeber reduziert usw.
Um hier passende Zeitgeber für alle Blöcke zu erhalten empfiehlt es sich, die Blöcke mehrmals anzufahren, und den Zeitgeber jedes Mal in kleinen Schritten anzupassen.
Für Blöcke die ausreichend Länge aufweisen um alle Züge locker aufnehmen zu können, kann diese Konfiguration eher grob gemacht werden, für Blöcke mit knapper Länge oder wenn der Haltepunkt sehr genau platziert werden soll (zB in sichtbaren Bahnhofsgleisen) lohnt sich eine genauere Konfiguration mit mehreren Einfahrten in den Block.


Schritt 2) Konfiguration der Ereignis-Korrektur pro Lok

Sobald alle Einfahr-Zeitgeber für die Referenzlok passen, wird die nächste Lok aufs Gleis gestellt und einige Blöcke im Automatik-Modus angefahren. Durch die unterschiedliche Geschwindigkeit im Vergleich zur Referenzlok, wird diese Lok entweder zu kurz oder zu weit in die Blöcke einfahren.
Dies kann nun durch Eingabe einens passenden Prozent-Werts in der Ereignis-Korrektur der Lokeigenschaften korrigiert werden.
Wenn die Einfahr-Zeitgeber der Blöcke mit der Referenzlok sauber eingestellt wurden, sind pro Lok meistens nur 2-3 Testeinfahren in verschiedene Blöcke notwendig um den passenden Korrekturwert zu finden.
Empfehlenswert ist zu Beginn, die Ereigniskorrektur in 10%-Schritten anzupassen, da sich dieser Wert relativ stark auf die Fahrweite in den Blöcken auswirkt.
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richbert
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Re: enter2in: Vorschlag für ausführliches Beispiel

Post by richbert » 29.01.2019, 21:32

Schritt 2 wird so für alle vorhandenen Loks ausgeführt.

Am Ende dieses Ablaufes sind Zeitgeber in allen Blöcken und Korrekturwerte für alle Loks ermittelt wodurch sich flächendeckend passende Haltepunkte ergeben.
Der Automatikbetrieb mit 1 Melder pro Block ist lauffähig.



Fehlerbilder und Tips&Tricks

1) Stromkontaktprobleme
Sind für diese Betriebsart sehr problematisch und sollten unbedingt vermieden werden.
Fährt eine Lok in einen Block ein, beginnt der Zeitgeber zu laufen. Hat die Lok ein Kontaktproblem am Gleis und stoppt vorzeitig, wird trotzdem das IN-Ereignis erzeugt, obwohl die Lok ihren vorgesehenen Haltepunkt noch nicht erreicht hat. Der Zug ragt möglicherweise in den vorigen Block zurück und ein nachfolgender Zug würde auffahren.
→ Gleise vernünftig verlegen, Schienen sauber halten – ist besonders bei kleinen Baugrößen wie N oder Z wichtig.
Zusätzlich eine Widerstandsachse an jedem letzten Waggon eines Zuges anbringen, somit bleibt im Kontaktproblemfall der vorige Block besetzt und kein weiterer Zug kann einfahren, solange der letze Waggon nicht im Zielblock angekommen ist.


2) Selbe Lok, unterschiedliche Geschwindigkeit
Ein kurzer Block wird von der selben Lok in stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten befahren.
Diese Situation kann bei einem Streckenblock auftreten, der aufgrund eines grünen Signals durchfahren wird, oder in dem aufgrund eines roten Signals anzuhalten ist.
Weichen V_mid und V_Reise einer Lok stark voneinander ab, ist im Extremfall trotz Feintuning kein für beide Situationen passender Haltepunkt mehr zu realisieren.
→ Tritt so eine Situation ein, sollte dieser Block mit einem physischen IN-Melder nachgerüstet werden und punktuell auf Enter2IN verzichtet werden.


3) Unfallvermeidung durch Ghost-Train
In den Rocrail-Einstellungen sollte unbedingt eine Ghost-Train-Behandlung aktiviert sein.
Sobald ein Zug außerplanmäßig in einen Block einfährt wird der Betrieb von der Steuerung sofort gestoppt.
Rocrail_AutomatikEinstellungen.jpg
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