Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

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RainerK
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Re: Stromversorgung

Post by RainerK » 27.07.2018, 08:06

Hallo Rob,
rjversluis wrote:Moin Rainer,
RainerK wrote: Dieses Teil wird Deine Wünsche sicher voll erfüllen:
https://www.trafoshop24.de/rk-transform ... ec250.html
aber der hat acht Anschlüsse... :shock:
auf der Web-Seite ist der Trafo mit primär 2x115V und sekundär 2x18V angegeben.

Das Foto des Trafos auf der Web-Seite zeigt ein Etikett mit Angabe der Drahtfarben.
und es ist zu sehen, dass die Drähte der einzelnen Wicklungen jeweils paarweise zusammengefasst sind.

Die beiden Wicklungen der Primär-Seite (BU-BN = blau-braun) werden in Reihe geschaltet,
also z.B.: der blaue Draht einer Wicklung und der braune Draht der anderen Wicklung werden verbunden,
die dann noch freien Drähte (blau und braun) sind die Anschlüsse für 230V.

Die beiden Wicklungen der Sekundär-Seite (RD-BK = rot-schwarz) werden parallel geschaltet,
also die beiden roten Drähte miteinander und die beiden schwarzen miteinander verbunden = 18V

Zur Sicherung hat Andy ja schon geantwortet.

ThomasM
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by ThomasM » 27.07.2018, 08:44

Liebe Kollegen,
einen "richtigen" Trafo nimmt man nur, wenn man unbedingt Wechselspannung auf der Sekundärseite braucht.
RK-Trafos sind echt "old-school", groß/schwer/teuer --> brauchen eine Einschaltstrombegrenzung.......
RK-Trafos haben einen sehr hohen Anlaufstrom, auch ein 250VA Typ kann den 16A-Automaten auslösen.

Ringkerntrafos haben in den meisten Fällen zwei Sekundärwicklungen, die man bedenkenlos parallelschalten kann, aber richtig gepolt !!
Im Zweifelsfall erst zwei Enden verbinden und zwischen den beiden offenen Enden messen, die Spannung muss nahezu Null sein, wenn es die doppelte Spannung ist, die Drähte vertauschen.

Daher ist mein Tip, wann immer möglich, gute Schaltnetzteile verwenden --> Meanwell ist z.B. zu empfehlen.
Dass die Teile gefährlich sind ( da wird wüster Unsinn erzählt über brennende Strassenzüge... :-) ) ist völliger Unsinn, was man immer tun sollte, auch bei konventionellen Trafos, ist: die Massse der Stromversorgung mit dem Schutzleiter/Hauserdung zu verbinden.
Im Übrigen schicken Trafos auch Spannungsspitzen von der Primärseite durch, Schaltnetzteile nicht....

Und wir reden nicht über Spielzeugtrafos mit Schutzisolierung, völlig andere Zielgruppe,

Gruß Thomas

rjversluis
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by rjversluis » 27.07.2018, 08:55

Moin Thomas,

bei so ein Teil
https://www.reichelt.de/led-trafo-240-w ... tct=pol_10
gibt es
Einschaltstromstoß 60 A

bernd68
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by bernd68 » 27.07.2018, 08:56

ThomasM wrote:Liebe Kollegen,
einen "richtigen" Trafo nimmt man nur, wenn man unbedingt Wechselspannung auf der Sekundärseite braucht.
RK-Trafos sind echt "old-school", groß/schwer/teuer --> brauchen eine Einschaltstrombegrenzung.......
RK-Trafos haben einen sehr hohen Anlaufstrom, auch ein 250VA Typ kann den 16A-Automaten auslösen.

...

Gruß Thomas
Hallo zusammen,
ich habe lange gebraucht um das auslösen vom Si-Automaten zu verhindern. Ich habe einen POWER 10 Booster von Softlok mit RK-Trafo. Mit einem Einschaltstrombegrenzer war der Spuk endlich vorbei. (Ich bin H0-Bahner - auch dort braucht man so ein Teil)
(Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich überhaupt nicht, dass es Einschaltstrombegrenzer gibt :shock: )
Gruß
Bernd

bernd68
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by bernd68 » 27.07.2018, 09:03

Meiner ist von CONRAD, scheint es jetzt unter dieser Bezeichnung zu geben (sieht meinem zum verwechseln ähnlich)
https://www.conrad.de/de/renkforce-6224 ... 22412.html
Gruß
Bernd

Pirat-Kapitan
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by Pirat-Kapitan » 27.07.2018, 09:25

ThomasM wrote: RK-Trafos haben einen sehr hohen Anlaufstrom, auch ein 250VA Typ kann den 16A-Automaten auslösen.
Moin Thomas,
aus der Praxis für die Praxis:
wie oft ist Dir diese Auslösung schon vorgekommen?

Ich habe bei der Stromversorgung meiner Anlage neben dem 13A Schaltnetzteil und meinem 20A Labornetzteil 2 Ringkerntrafos, 1 x 225V und 1 x 12 VA, die alle über den Hauptschalter der Zentrale (am 230V Netz) gemeinsam eingeschaltet werden. In den letzten 12 Jahren (solange fahre ich mit diesem "Trafogehäuse" in der aktuellen Konstellation) hat bei mir noch nie deswegen der 16A Sicherungsautomat meiner Hauselektrik ausgelöst.

Schöne Grüße
Johannes

Besra
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by Besra » 27.07.2018, 10:33

Moin,

da schweifen wir zwar ab, aber Leitungsschutzschalter (LS) - so heißen die Dinger korrekt, weil sie die Leitung schützen sollen - gibt es mit unterschiedlichen Auslösecharakteristika. In Alt-Installationen (leider auch bei mir) gibt es teilw. welche, die überempfindlich auf hohe Einschaltströme reagieren. Bei Rob ist ja alles frisch, von daher sicher unkritisch, weil man heute LS verwendet, die hohe Einschaltströme von Netzteilen etc. tolerieren.
Also guckt Euch Eure LS an, wenn da z.B. H16A drauf steht wie bei mir, ist mit großen Einschaltströmen schlecht - auch bei Schaltnetzteilen.

Grüße
Bernd

bernd68
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by bernd68 » 27.07.2018, 10:43

Pirat-Kapitan wrote:
ThomasM wrote: RK-Trafos haben einen sehr hohen Anlaufstrom, auch ein 250VA Typ kann den 16A-Automaten auslösen.
Moin Thomas,
aus der Praxis für die Praxis:
wie oft ist Dir diese Auslösung schon vorgekommen?

....
Schöne Grüße
Johannes
Hallo Johannes,
ich habe fast jedes Mal zum Sicherungskasten laufen "dürfen", so oft hat der RK-Trafo die Sicherung heraus gehauen. Erst mit suchen habe ich die Lösung gefunden. Rein aus Vorsorge habe ich das nicht gemacht.

Man kann natürlich abwarten ob es notwendig ist.
Gruß
Bernd

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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by rjversluis » 27.07.2018, 10:58

Moin,

ich denke ich gehe auf Nummer Sicher und kann von Peter so ein Teil günstig übernehmen:
https://www.reichelt.de/labornetzgeraet ... 32419.html
Image
Weil alles andere ist mir mit solche Ströme im Haus nicht Recht.

Pirat-Kapitan
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by Pirat-Kapitan » 27.07.2018, 11:55

moin,
das ist zwar etwas mit Kanonen auf Spatzen schießen bei Deiner Anlage, aber ich finde diese Geräte auch gut und habe davon die 20A Version.
Interessant ist, dass über USB eine Protokolldatei incl. laufender Messergebnisse sichtbar / abrufbar ist, so dass sich der Stromverbrauch über den Betriebszeitraum sehr schön betrachten läßt.

Nicht ganz billig, aber m.E. preiswert.

Ich lasse dann meinen Muster-Ringkerntrafo zu Hause, habe ich weniger zu schleppen.

Schöne Grüße
johannes

Pirat-Kapitan
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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by Pirat-Kapitan » 27.07.2018, 11:58

Besra wrote: Also guckt Euch Eure LS an, wenn da z.B. H16A drauf steht wie bei mir, ist mit großen Einschaltströmen schlecht - auch bei Schaltnetzteilen.
moin,
bei mir steht "B 16" drauf, sind von 2004, als ich einen neuen Sicherungskasten bekommen habe.

Schöne Grüße
johannes

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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by Besra » 27.07.2018, 12:01

Hallo Rob,

ich gebe mal zu bedenken:
- Das Teil hat Lüfter, ist also eventuell laut
- Du kannst Spannungen bis 32V einstellen - auch aus Versehen! Machen das alle Komponenten mit?

Zum Testen sind solche Teile super, habe ich auch, allerdings linear geregelt, kein Schaltnetzteil. Kann man wunderbar Autobatterien mit laden (wenn man weiß, wie, Vorsicht!) oder kleinste Geräte damit betreiben, wenn gerade keine passende Batterie da ist. Oder einen 12V SMD-Lötkolben betreiben usw.
Ich persönlich würde so ein Teil aber nicht als dauerhafte Festspannungsquelle verwenden. Ist wie der Name schon sagt, für's Labor (bzw. Werkstatt etc.) für den fliegenden Aufbau.

LG
Bernd

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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by Besra » 27.07.2018, 12:04

Moin Johannes,
bei mir steht "B 16" drauf, sind von 2004, als ich einen neuen Sicherungskasten bekommen habe.
war anzunehmen, deshalb löst der auch nicht dauernd aus. Der andere Bernd hat vermutlich einen anderen Typ - da heißt es dann entweder Einschaltstrombegrenzer besorgen oder LS austauschen lassen.

Grüße
Bernd

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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by bernd68 » 27.07.2018, 12:25

Besra wrote:Moin Johannes,

... Der andere Bernd hat vermutlich einen anderen Typ - da heißt es dann entweder Einschaltstrombegrenzer besorgen oder LS austauschen lassen.

Grüße
Bernd
Ja der andere (ich) habe einen anderen und leider kann ich den - wg. des Alters - nicht einfach austauschen. (Die Anschlüsse liegen da anders)
Gruß
Bernd

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Re: Stromversorgung: Ringkerntrafo oder Schaltnetzteil?

Post by RainerK » 27.07.2018, 12:37

Hallo Rob,

die Verwendbarkeit des Labornetzgerätes würde ich davon abhängig machen,
ob die Programmierbarkeit die Möglichkeit bietet, dass beim Einschalten automatisch
eine vorher definierte Spannung eingestellt ist, die nicht von ungewollten Änderungen
an den Einstellknöpfen beinflusst wird.

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