Ereignis-Zeitgeber Max. 2500ms (Event Timers)

Postby Besra » 04.01.2013, 13:50

Hallo Peter,

You wrote:Was wäre nun die alternative Empfehlung für ein exaktes Anhalten von Loks an einem definierten Haltepunkt?

Auf meiner Anlage haben die Blöcke in der Regel enter und in. Das reicht bei mir für einen sauberen halt vor Streckensignalen. Je nach Lok kann es Abweichungen von ein paar (weniger als fünf!) Zentimetern geben. Bei einigen Bahnhofsgleisen verwende ich zusätzlich pre2in: Das reicht für ca. +/- 1cm. Voraussetzung ist eine recht niedrige V_Min., damit evtl. unterschiedliches Bremsverhalten der Loks nicht zum Tragen kommt.
Das Ganze natürlich ohne Timer-Korrekturen!


P.S.: Gut, dass die 2500ms-Grenze wieder aufgehoben wurde :thumb_up: Das war ja der Schock des Tages!!! enter2in wäre komplett unbrauchbar geworden, gar nicht gut.
Jetzt können ja alle, die Probleme hatten, es mit der 2500ms-Grenze probieren...


Grüße
Besra
Maerklin H0, DCC and MM, Intellibox (I) via ULNI, Booster Tams B4, Throttle Digitrax UT4, LocoNet.
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Besra
 

Postby bernd68 » 04.01.2013, 13:52

Hallo Peter,

für mich bedeutet es den "Bremsweg" einer Lok so einzustellen, dass nach passieren des "IN"-Melders die Lok genau da zu Stillstand kommt wo es sein soll. D.h. den Decoder in seiner Verzögerung so einzustellen dass das sicher gestellt ist. Langsame Züge werden also länger verzögern, schnelle Züge kürzer. Es wäre natürlich schön, wenn ein Decoder - egal mit welcher Geschwindigkeit die Lok/der Zug fährt nach definierten xx cm zu stehen kommt. Grundsätzlich sollte das für einen Decoder möglich sein wenn er die mechanischen Komponenten seiner Lok kennt. (Das könnte man einfach mal nach dem Einbau messen und es wäre gut). Dann würde man beim abbremsen einer Lok noch den Weg bis zum Stillstand mit übertragen und alles wäre geregelt. Solange dass nicht der Fall ist helfen eben ein paar zusätzliche Melder. Je mehr desdo feiner kann man es einstellen.
Ich werde auf jeden Fall die Anzahl Timer minimieren. Mir ist ruppiges abbremsen lieber als das Aufsammeln von Einzelteilen einer Lok :wink:
Bei mir fahren bis zu 6 Züge gleichzeitig, da sollte jeder Rückmelder unmittelbar erkannt und verarbeitet werden.
@Rob, danke dass du es erklärt hast. "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt"
Gruß
Bernd (bernd68)
TAMS - C-Gleis - MAC
bernd68
 

Postby rjversluis » 04.01.2013, 14:16

Hallo Besra,

du hast es endlich geschafft:
http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=quips-all
:lol:
Best Regards, Rob.
:!: PS: Do not forget to attach the usual files.
:!: PS: Nicht vergessen die übliche Dateien an zu hängen.
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Postby rjversluis » 04.01.2013, 14:20

Hi Peter,

peter&basti wrote:Wenn das lt. Rob nur eine Krücke ist, dann muss es doch eine bessere Lösung geben?

Der timer lösung ist OK wenn man es nicht übertreibt und innerhalb von diese 2500ms bleibt.
Alles was höher ist gehört zum Kategorie: "Blindfolded"
Best Regards, Rob.
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Postby peter&basti » 04.01.2013, 15:12

Hallo Besra, Bernd,

danke für Eure Ausführung, so habe ich die Materie bis jetzt auch verstanden. Evt. habe ich einen Denkfehler bei der Auslegung des IN_Rückmelders.

Diese habe ich derzeit auf 40 cm Länge gesägt, daher muss ich verzögern, wenn ich wie gewünscht ca. 5 cm vor Ende des Meldeabschnittes halten möchte, eben wegen Hinschleichen zu IN mit Vmin.

Ich kann das gewünschte Ergebnis auch Verkürzen der IN_Abschnitte auf ca. 20 cm erreichen, aber ich war bis dato der Meinung, dass

- da eine Lok reinpassen sollte (?)
- für ein Erkennen beim "Drüberrauschen" (bei freier Strecke)
ein längerer Abschnitt vorteilhaft ist.

lg Peter
peter&basti
 

Postby bernd68 » 04.01.2013, 15:25

Hallo Peter,
meine Rückmeldeabschnitte sind idR 18 cm Lang (Gleislänge eines Märklin-C-Gleises). Bei mir reicht das immer um sicher den Kontakt auszulösen. Die von mir verwendeten S88-Module merken sich den Kontakt so lange bis sie von der Zentrale ausgelesen und zurück gesetzt werden. Meist verwende ich 2 oder 3 Rückmelder. Bei Abstellgleisen oft nur 1 RM, dann ggf mit Timer. Genau das werde ich aber zukünftig ändern, also den RM etwas versetzen und die Timer - wenn überhaupt - ganz kurz einstellen. In solche Stumpfgleise fahre ich ja nur mit kleiner Geschwindigkeit hinein.
Gruß
Bernd (bernd68)
TAMS - C-Gleis - MAC
bernd68
 

Postby Pirat-Kapitan » 04.01.2013, 15:37

Hi Peter,
ich habe nur Reedkontakte als Rückmelder (Kontaktstrecke im cm Bereich), trotzdem schalten diese Kontakte auch bei Überfahrt mit voller Geschwindigkeit. Was habe ich falsch gemacht ? :o

In der Regel verwende ich im Block PRE2IN, an dem die Lok auf Vmid abgebremst wird. Jede Lok hat bei mir individuelle Vmid und Vmin Einstellungen in Rocrail sowie eine angepaßte Bremsverzögerung im Decoder eingestellt, so daß sie bei Überfahren von PRE2IN spätestens am IN, besser ganz kurz davor, auf Vmin abgebremst hat und dann auch passend nach IN anhält. Ein weiterer Aspekt bei mir ist sicherlich auch, wo ich den auslösenden Magneten unter der Lok platziere, unter dem hinteren Drehgestell heißt schon mal ca. 70 cm späteres Anhalten.

@all: könnte es sein, das diese ganze Timer-Thematik mit der Nutzung von Gleisbesetzmeldern (streckenförmige Meldeauslösung) zusammenhängt und ich diese bei meiner punktförmigen Meldeauslösung der Reedkontakte nicht habe (weil ich keine Timer brauche)?

Schöne Grüße
Johannes
Clearasilfahrer auf Spur G&H0m, Lenz LZV (3.6), ORD-20, Manhart-Funki und WLM, RS-Bus Rückmelder (Reedkontakte/GBM),
Rocrail auf RasPi mit mobilen Geräten (andRoc). Details auf http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=use ... at-kapitan.
Pirat-Kapitan
 

Postby Besra » 04.01.2013, 16:01

Rob wrote:Hallo Besra,

du hast es endlich geschafft:
http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=quips-all
:lol:

8) , endlich - nach jahrelangem Schreiben im Forum :D

@peter&basti:
peter&basti wrote:Ich kann das gewünschte Ergebnis auch Verkürzen der IN_Abschnitte auf ca. 20 cm erreichen, aber ich war bis dato der Meinung, dass

- da eine Lok reinpassen sollte (?)
- für ein Erkennen beim "Drüberrauschen" (bei freier Strecke)
ein längerer Abschnitt vorteilhaft ist.

Das kannst Du ganz nach Belieben machen; wie Johannes auch schon schrieb, hat die Länge des Meldeabschnitts keine große Bedeutung (wenn Du allerdings Abschnitte von 5mm Länge sägen würdest, bekämst Du möglicherweise Probleme bei hohen Geschwindigkeiten, weil das Rückmeldemodul so kurze Auslösungen ggf. nicht erfassen kann).
Wenn Du einen enter- und einen in Abschnitt hast, dann bremst der Zug (bei Standardeinstellung) am Beginn des enter-Abschnitt auf V_Mid, die er irgendwo im Verlauf dieses Abschnitts (aber unbedingt vor dem in-Abschnitt) erreicht bzw. erreichen muss.
Dann kommt der in-Abschnitt. Am Anfang wird das Bremsen eingeleitet und der Zug kommt nach einer bestimmten Strecke innerhalb des Abschnitts zum Stehen. Damit steht also vermutlich zumindest die Lok komplett im in-Abschnitt. Das muss aber nicht sein!
Wenn Du zwischen enter und in noch pre2in einfügst, dann bremst der Zug (am Beginn von pre2in) auf V_Min herunter. Notwendigerweise muss der pre2in-Abschnitt mindestens so lang sein, wie der Zug braucht, um von V_Mid auf V_Min abzubremsen.
Dann schleicht der Zug mit V_Min so lange weiter, bis er den in-Abschnitt erreicht. Bei | : | ist das gegeben, sobald die erste Achse die beiden Schienen kurzschließt.
Bei drei Meldern muss also der Beginn des in-Abschnitts im Prinzip genau dort sein, wo der Zug zum Stehen kommen soll, bei zwei Meldern aber dort, wo der Zug mit dem Abbremsen zum Stillstand beginnen soll. Deshalb wird der Haltepunkt mit drei Meldern genauer erreicht.

Grüße
Besra
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Besra
 

Postby rheingold » 04.01.2013, 17:26

Hallo,

das Thema mit der 2500ms-Grenze beschäftigt auch mich. Aber hier mal einen anderen Lösungsvorschlag für punktgenaues Anhalten:

Der Block enthält einen realen Rückmelder mit dem Ereignis "Enter".
Der Block erhält eine nicht real existierenden, virtuellen Rückmelder "VR-1" der an die virtuelle Zentrale gebunden ist und im Block mit dem Ereignis "In" belegt wird.
Im Block wird bei "Enter" eine Aktion eingetragen, die den virtuelen Rückmelder mit einem Aktionstimer "VR-1" setzt.

Nach Ablauf des Aktionstimers wird der virtuelle Rückmelder gesetzt und der Zug hält an ("In").
So könnte für jeden Zug über Aktionsbedingungen sogar eine eigene In-Zeit erreicht werden.

Ich habe das mal schnell ausprobiert und noch einen zweiten realen Rückmelder als "Exit" definiert. Wird der Aktionstimer so groß, dass zuvor der "Exit"-Rückmelder erreicht wird, stoppt Rocrail den Zug. Hier wird also offensichtlich parallel abgearbeitet und weitere Rückmelder berücksichtigt.

Nur so als Vorschlag zur Diskussion.

Gruß
Jürgen
[HO - Märklin CS2 60215 V4.2.1(0), k83, k84, s88, Viessmann 4554, 5280 ] [Intel Core i7, 8GB, OpenSUSE Leap 15 - 64Bit]
rheingold
 

Postby rjversluis » 04.01.2013, 17:31

Hallo Jürgen,
rheingold wrote:Hier wird also offensichtlich parallel abgearbeitet und weitere Rückmelder berücksichtigt.

Das stimmt. Im Gegensatz zu Event Timers blockieren Aktionen nicht der Haupt Funktion von Loks und fahren mit 'offene Augen'.
Best Regards, Rob.
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Overrun feedback sensors

Postby rvooyen » 04.01.2013, 17:41

Ahaaa!

After reading all the German texts, I was not the only one seeing trains overrun sensors. Since I could not yet bring a full proof I was "living" with it for now. So T1 and T2 now both restricted to 2500ms?

I have at least two sensors in every block and use enter2pre and in, with enter2pre on the timer. Timers from 1500 to 3500ms.

Sometimes the IN sensor would not be seen by the loc, it would fire and it would take up to 5 secs for the loc to get a 0 speed command. Running at Vmin.

Is this the problem that has been (for the time being) solved by the 2500ms timer limit?

Ich kan das Deutsch ein bischen lesen aber nicht schreiben - sorry.

Regards,

Robert
Robert van Ooijen.
Building Rhineland2. 3 levels. CS=IB1-Loconet+HSI-s88, 70 blocks, 160 sensors, 4 boosters. M&K 3rail.
Goal: Scheduled Pass. trains, "OPS" with car cards etc.. Using andRoc and Rocweb/xs throttles.
Rocrail on WinXP.
rvooyen
 

Postby andre0604 » 04.01.2013, 18:17

Hi Robert,

I like to remind t Ronald´s investigation about delayed events. Please see

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=r ... I6zTvupGwg

In my case this was the main problem for delayed events and I think many users are struggling about this because nearly all sensor are triggering multiple times. If you enter your sensor only in all and all reverse fields the event timer is triggered multiple times too. In my eyes this makes no sense.

Best regards
Andre
andre0604
 

Postby peter&basti » 05.01.2013, 00:35

Hallo Jürgen,

über den Ansatz mit Aktionen habe ich schon den ganzen Tag nachgedacht. Wenn ich nun die Aktionen auf den IN-Melder aufsetze und den tatsächlichen Stopp der Lok aus Vmin über die Verzögerung der Aktion justiere, dann muss doch ein mm-genaues Anhalten realisierbar sein.

Und das für jede Lok, da über die Aktionsbedingungen für jede Lok eine individuelle Aktion gesetzt werden kann... ?

Nur das mit den virtuellen Rückmeldern habe ich noch nicht ganz verstanden.

D.h. ich richte die virtuelle Zentrale zusätzlich ein, vergebe dort Adressen für Rückmelder, die im realen Plan eingezeichnet sind und dort auch in die Fahrstrassen eingetragen sind, aber durch die Aktion ausgelöst werden "IN"

Richtig?

lg Peter
peter&basti
 

Postby rjversluis » 05.01.2013, 08:06

Moin,

ab Revision 4502 werden Event Timers parallel verarbeitet und wird nicht mehr 'Blind' gefahren.
Das bedeutet das Events innerhalb ein lange Timer direkt verarbeitet werden:
Code: Select all
-> time

enter2in ----enter-------------------------------------------in------
exit     -------------------------exit-------------------------------


Im Beispiel wird **exit** bevor der timed **in** verarbeitet.
Was für Folgen das hat könnt ihr selbst fest stellen. ;-)

P.S.: Diese neue Timer Verarbeitung könnte ein wenig abweichen vom länge her als der vorherige. (Auflösung ist 100ms)
Best Regards, Rob.
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Postby rheingold » 05.01.2013, 10:27

Hallo Peter,

genau dies hatte ich auch überlegt. Für jeden Zug eine eigene Aktion mit eigenem Timer. Wie gesagt, ich habe es gestern auch zum ersten mal ausprobiert.

Das mit der virtuellen Zentrale ist im Prinzip auch richtig. Die virtuelle Zentrale zusätzlich anlegen, dann in die Eigenschaften der virtuellen Zentrale gehen und die Schnittstellenkennung ändern von "NEW" auf "VZ" oder etwas ähnliches.

Dann bei dem Rückmelder im Reiter "Schnittstelle" bei Schnittstellenkennung "VZ" eingeben. Jetzt ist der an die virtuelle Zentrale gebunden. Dann noch die Adresse einstellen und fertig.

Edit:
Das automatische Rücksetzen des Melders kann in den Eigenschaften der virtuellen Zentrale durch anhacken der Option "Zurücksetzen" eingestellt werden.

Du kannst ja dann vielleicht mal über deine Erfahrungen berichten.


Grüße
Jürgen
[HO - Märklin CS2 60215 V4.2.1(0), k83, k84, s88, Viessmann 4554, 5280 ] [Intel Core i7, 8GB, OpenSUSE Leap 15 - 64Bit]
rheingold
 

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